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Windows Live® Suchergebnisse Wes CravenEnzyklopädieartikel
Wes Craven, eigentlich Wesley Earl Craven, (*1939), amerikanischer Filmregisseur. Mit A Nightmare on Elm Street (1984; Nightmare – Mörderische Träume) und Scream (1996; Scream – Schrei!) sowie deren Fortsetzungen schuf er publikumswirksame Horrorfilme, die stilbildend wirkten. Craven wurde am 2. August 1939 in Cleveland (Ohio) geboren. Nach einem Studium der Anglistik, Psychologie und Philosophie arbeitete er zunächst als Dozent für Sozialkunde an der renommierten Johns Hopkins University in Baltimore. Angeregt durch einen Amateurfilm ging er nach New York und besuchte dort eine Dokumentarfilmschule. Sein nach eigenem Drehbuch entstandener Regieerstling Last House on the Left (1972; Das letzte Haus links), in dem er in düsteren Bildern kompromisslos die latente Gewaltbereitschaft des amerikanischen Mittelstandes darstellt, wurde von der amerikanischen Filmaufsicht aus dem Verkehr gezogen. Dagegen gilt sein The Hills Have Eyes (1978; Hügel der blutigen Augen) als Meisterwerk des Horrorfilms, ebenso wie A Nightmare on Elm Street (1984; Nightmare – Mörderische Träume), das so erfolgreich war, dass Craven in den folgenden Jahren fünf Sequels ins Kino brachte. Bedrohlicher Protagonist der Nightmare-Filme ist Freddy Krueger, ein „untoter” Kindermörder, die wohl populärste Figur des neueren Horrorfilms. Typisch für Cravens Filme ist der Umgang mit brüchigen gesellschaftlichen Tabus, durch den Werte wie die heile Familie oder der idyllische Vorstadtfriede nachdrücklich in Frage gestellt werden. Dies kommt auch in seinen jüngsten Erfolgen zum Ausdruck, den drei Scream-Filmen Scream (1996; Scream – Schrei!), Scream 2 (1997; Scream 2) und Scream 3 (2000; Scream 3), in denen ein skrupelloser Serienmörder sein Unwesen treibt. Diese kommerziell sehr erfolgreichen Filme verbinden genrereflektierend und -parodierend Elemente des Horrorfilms und des Psychothrillers. Mit dem Melodram Music of the Heart (1999; Music of the Heart, mit Meryl Streep) brachte Craven erstmals einen dem Horrorgenre völlig abgewandten Film auf die Leinwand. 2005 kehrte er mit dem routiniert den Werwolf-Topos wiederbelebenden Horrorfilm Cursed (Verflucht) zum Horrorfilm zurück; im selben Jahr drehte er mit Red Eye (Red Eye) einen hoch gelobten Thriller. Neben seiner Leinwandarbeit inszeniert Craven immer wieder TV-Filme und -Serien, u. a. eine Reihe von Episoden der legendären Twilight Zone (1985) und Teile der Freddy-Krueger-Serie Nightmare Cafe (1992).
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