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Hightecharchitektur

Enzyklopädieartikel
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Waterloo International Terminal, LondonWaterloo International Terminal, London

Hightecharchitektur, Architekturströmung, die sich im zweiten Drittel des 20. Jahrhunderts in Europa entwickelte. Der Begriff entstand nach 1970. Die Hightecharchitektur wendet neue Technologien und industrielle Verfahren auf die Bauweise von Privathäusern und öffentlichen Gebäuden so an, dass damit nicht nur ihre Funktionen, sondern auch ihre innere und äußere Gestalt bestimmt werden.

Das von Fred Keck 1934 erbaute Kristallhaus in Chicago gilt als Initialbau der Hightecharchitektur. Jean Prouvé revolutionierte bei den Fertighäusern aus Leichtmetall (1930) und bei dem Maison du Peuple in Clichy (1937-1939) mit seinen serienmäßig gefertigten Wandeinheiten aus Stahlblech die Architektur. Aus industriell vorgefertigten Standardelementen fertigte Charles Eames 1949 sein eigenes Haus in Kalifornien. Die gitterartige Fassade des Hauses vermittelt die Leichtigkeit von japanischen Wand- und Schiebetürelementen. In den sechziger Jahren standen die Entwürfe von Archigram für gezeichnete Hightecharchitektur. Richard Rogers und Renzo Piano realisierten beim Centre Pompidou in Paris (1971-1977) die Formensprache von Archigram, indem sie Erschließungs- und Versorgungselemente expressiv zur Schau stellten. Seit den siebziger Jahren bis heute prägen vor allem britische Architekten wie Norman Foster, Richard Rogers und Nicholas Grimshaw die Hightecharchitektur.

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