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Ressource (Biologie)

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NahrungsketteNahrungskette

Ressource (Biologie) (französisch: Hilfsmittel), zentraler biologisch-ökologischer Begriff für alles, das ein Organismus in irgendeiner Form verbraucht oder für sich nutzt (konsumiert), so dass andere Organismen es nicht mehr konsumieren können.

Ressourcen im ökologischen Sinn können in drei Klassen eingeteilt werden: Energie für Stoffwechselprozesse; Stoffe, die für den Aufbau lebenswichtiger Strukturen gebraucht werden; Raum für den Organismus während der verschiedenen Phasen seines Lebenszyklus.

Ohne Energie ist kein Leben möglich. Aus diesem Grund ist das Sonnenlicht die wichtigste grundlegende Ressource; es liefert die Photonen (oder Lichtquanten) für die Photosynthese der Pflanzen, deren Primärproduktion die Basis aller Nahrungsketten darstellt. Sonnenlicht ist vielerorts einfach ein Umweltfaktor, da es allen Pflanzen in ausreichendem Maß zur Verfügung steht. Es wird zur echten Ressource z. B. in dichten Wäldern, insbesondere im tropischen Regenwald, wo der Stockwerkaufbau und das dichte Kronendach den Lichteinfall in bodennahe Schichten einschränken oder völlig unterbinden.

Die wichtigsten stofflichen Ressourcen sind Wasser, Sauerstoff und Kohlendioxid. Wasser ist nicht nur der Hauptbestandteil fast aller lebenden Zellen, es liefert außerdem die Elektronen für die Photosynthese der Pflanzen. Sauerstoff wird bei der Atmung der Aerobier – unter anderem aller Tiere und Pflanzen – verbraucht. Kohlendioxid ist Ausgangsstoff für die Photosynthese und wird bei einigen weiteren Stoffwechselprozessen benötigt. Von großer Bedeutung als Ressourcen sind außerdem Stickstoffverbindungen und einige Spurenelemente.

Organismen selbst sind ebenfalls häufig Ressourcen für andere Lebewesen. Meist dienen sie als Nahrungsressource, wie Pflanzen für Pflanzenfresser oder Tiere für Fleischfresser. Sexualpartner sind Ressourcen, insbesondere die Weibchen vieler Tierarten, da sie im Sinne der Definition durch eine Empfängnis für Männchen zeitweise nicht mehr „konsumierbar” sind. Schließlich stellen Organismen in vielen Fällen auch den Lebensraum eines anderen Organismus dar, so beispielsweise für Parasiten oder Epiphyten. Weitere Beispiele für die Ressource Raum sind die Reviere von Singvögeln oder ein Ausschnitt der Felsoberfläche in der Brandungszone der Meeresküste, die von Algen und Muscheln besiedelt wird. Eine unterschiedliche Verfügbarkeit und Ausschöpfung von Ressourcen sind oft entscheidend für das Zusammenleben von Individuen und Populationen innerhalb einer Art. Ressourcenknappheit führt innerhalb einer Gruppe häufig zu sozialer Dominanz und Revierverhalten, wobei unterlegene Individuen vertrieben werden oder verhungern.

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