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Windows Live® Suchergebnisse Neumayer-StationEnzyklopädieartikel
Neumayer-Station, nach dem deutschen Hydrographen und Geophysiker Georg Balthasar von Neumayer (1826-1909) benannte Forschungsstation in der Antarktis. Sie befindet sich auf dem Ekström-Schelfeis im nordöstlichen Weddellmeer. Die Neumayer-Station wurde im März 1992 fertig gestellt. Sie befindet sich nur etwa zehn Kilometer von der Georg-von-Neumayer-Station entfernt, die 1981 auf Betreiben des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung an der Nordküste der Antarktis eingerichtet, später jedoch durch intensive Niederschläge von Schnee zugedeckt wurde. Die Neumayer-Station steht auf rund 200 Meter dickem Schelfeis und besteht aus zwei circa 90 Meter langen parallelen Stahlröhren mit einem Durchmesser von etwa acht Metern. Diese Stahlröhren umfassen Container mit Aufenthaltsräumen, mehreren Labors, einer Werkstatt und einem Funkraum. In der Forschungsstation leben und arbeiten in der Regel neun Personen (ein Arzt, zwei Meteorologen, zwei Geophysiker, ein Ingenieur, ein Elektriker, ein Funker und ein Koch), die jeweils für etwa 14 bis 15 Monate bleiben. Zu dieser Überwinterungsstation gehören u. a. ein geophysikalisches, ein luftchemisches und ein meteorologisches Observatorium. Hier werden u. a. zeitliche Veränderungen des Erdmagnetfeldes und Gezeitenbewegungen des Schelfeises registriert. Die isolierte Lage macht die Antarktis zu einem Standort, an dem Messungen unter Reinluftbedingungen durchgeführt werden können. Die umfangreichen Strahlungsmessungen dienen der Erfassung langfristiger Änderungen des Strahlungshaushalts der Erde. Darüber hinaus wird der Anteil atmosphärischer Spurengase wie Ozon gemessen. Die erhobenen Daten werden über Satellit in das weltweite meteorologische Datennetz eingespeist und an andere Forschungsstationen in der Antarktis weitergegeben.
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