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Windows Live® Suchergebnisse OperationEnzyklopädieartikel
Operation, chirurgischer Eingriff am menschlichen oder tierischen Organismus, mit der Absicht, krankhafte Veränderungen zu korrigieren. Aus rechtlicher Sicht erfüllt der Eingriff am Menschen den Tatbestand der Körperverletzung: Daher ist – außer bei Lebensgefahr – vor jeder Operation die Einverständniserklärung des Patienten notwendig. Außerdem muss der Patient in einem so genannten Aufklärungsgespräch über die Risiken und eventuellen Komplikationen informiert werden. Für größere Operationen ist eine umfassende Operationsvorbereitung notwendig. Dazu gehören eine eingehende körperliche Untersuchung des Patienten, die labortechnische Untersuchung des Blutes, eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs, ein Elektrokardiogramm, eine Lungenfunktionsprüfung und eventuell weitere, für die spezielle Operation notwendige Untersuchungen. Zur Vorbereitung gehört auch die Prüfung, ob der Patient an Infektionskrankheiten wie Hepatitis oder AIDS leidet. Wie 2001 im Journal of the American Medical Association berichtete wurde, sollten pflanzliche Arzneimittel vor einer Operation abgesetzt werden (in manchen Fällen bereits eine Woche zuvor), da sie je nach Medikament die Blutgerinnung oder die Wundheilung beeinflussen oder mit anderen Arzneien in Wechselwirkung treten können. Man unterscheidet Operationen nach dem Grad der Dringlichkeit. Als elektive Eingriffe bezeichnet man Eingriffe, die nicht zwingend erforderlich sind, aber im Hinblick auf die künftige Lebensqualität des Patienten Vorteile gegenüber anderen Behandlungsmethoden haben. Bei dringlichen Eingriffen ist die Operation unbedingt notwendig, wobei der Eingriff in den nächsten Tagen erfolgen sollte. Notfalloperationen dulden keinen zeitlichen Aufschub, da Lebensgefahr oder die Gefahr einer bleibenden Schädigung besteht. Als palliative Eingriffe bezeichnet man Operationen, die das Grundleiden nicht beseitigen, jedoch die Lebensqualität verbessern können. Eine Operation wird meist unter Narkose durchgeführt (siehe Anästhesie). Für kleinere Eingriffe eignet sich die Lokalanästhesie, wobei die betreffende Körperstelle mit Hilfe eines schmerzstillenden Mittels betäubt wird. Durch Injektion des Mittels im Bereich der Nerven, die das Operationsgebiet versorgen, kann auch ein Finger, Zeh oder ganzer Arm betäubt werden. Mit Hilfe der Periduralanästhesie und der Spinalanästhesie (Injektionen eines schmerzstillenden Mittels in verschiedene Räume des Rückenmarkskanals) kann das Schmerzempfinden der gesamten unteren Körperhälfte ausgeschaltet werden. Größere Eingriffe im Bauchraum, Brustkorb oder am Kopf müssen in Vollnarkose durchgeführt werden. Sie bedeutet eine durch Zufuhr von Narkotika ausgelöste, zeitlich begrenzte Ausschaltung des Bewusstseins, der Schmerzempfindung und der Erregbarkeit der Muskulatur. Hierzu ist es notwendig, den Patienten künstlich zu beatmen und seine Vitalfunktionen laufend zu kontrollieren. Chirurgische Eingriffe erfolgen in der Regel unter sterilen Bedingungen, d. h., das betreffende Hautareal wird mit Hilfe von Desinfektionsmitteln keimfrei gemacht, um Infektionen der Wunden zu verhindern. Auch die an der Operation beteiligten Personen müssen sterile Kleidung tragen. Viele Operationen können in heutiger Zeit mit Hilfe von minimalinvasiven Techniken durchgeführt werden, was meist mit einer geringeren Belastung des Patienten verbunden ist. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Operationen ambulant vorzunehmen, d. h., der Patient kann im Anschluss an den Eingriff nach Hause gehen. Nach einer Operation werden Patienten heute schnellstmöglich wieder mobilisiert, da so Thrombosen der großen Venen vermieden werden können.
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