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Windows Live® Suchergebnisse InjektionEnzyklopädieartikel
Injektion, Verfahren zum Einbringen von Arzneimitteln in den menschlichen oder tierischen Organismus unter Umgehung des Magen-Darm-Traktes. Es gibt verschiedene Injektionsarten, die je nach Art der gewünschten Wirkung unterschiedliche Injektionstechniken und Applikationsorte erfordern. Durch die Umgehung des Verdauungstrakts ist gewährleistet, dass die gesamte Menge des Wirkstoffes aufgenommen und nicht nur unvollständig von der Darmschleimhaut resorbiert und teilweise wieder über den Darm ausgeschieden wird. Außerdem werden die zugeführten Arzneimittel nicht, wie bei Tabletten, Kapseln oder Tropfen, die durch den Mund (per os) eingenommen werden, als erstes durch das Entgiftungsorgan Leber abgebaut, sondern gelangen erst nach der Verteilung im Körper zur Leber. Dadurch wird die Verfügbarkeit am Wirkort erhöht. Ein weiterer Vorteil liegt in der schnelleren Wirksamkeit der injizierten Arzneimittel. Auch sind Injektionen unabhängig von der Bewusstseinslage des Patienten durchführbar. Injektionen erfolgen mit Hilfe einer Spritze, die das eingesetzte Medikament in flüssiger Form enthält, und einer darauf angebrachten Injektionsnadel, mit der die entsprechende Körperstelle punktiert wird. Bei der intravenösen Injektion wird das Arzneimittel in eine Vene, bei der intraarteriellen Injektion in eine Arterie gespritzt. Diese Injektionsarten führen zu einer sehr schnellen Verteilung der Wirkstoffe im Körper. Infusionen ermöglichen die Zufuhr auch großer Mengen Flüssigkeit über eine in einer Vene platzierten Verweilkanüle. Die intramuskuläre Injektion erfolgt in einen Muskel, meist der Gesäßmuskulatur, und führt zu einer langsamen und gleichmäßigen Freisetzung des Wirkstoffs. Intrakutane Injektionen erfolgen in die Haut, subkutane Injektionen in das Unterhautfettgewebe. Bei der intraartikulären Injektion werden Arzneimittel in den Gelenkspalt eines erkrankten Gelenks gespritzt.
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