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Windows Live® Suchergebnisse Schwarze RaucherEnzyklopädieartikel
Schwarze Raucher (englisch Black smokers, Hot smokers, Hot vents), untermeerische, heiße und schwefelhaltige Hydrothermalquellen. Die ersten Exemplare wurden 1977 von Geologen des zu Forschungszwecken eingesetzten US-amerikanischen U-Boots „Alvin” auf dem Meeresboden vor den Galápagos-Inseln entdeckt. Schwarze Raucher bilden sich vor allem an den Mittelozeanischen Rücken, wo neuer Ozeanboden entsteht. Bei der Bildung von neuer ozeanischer Kruste steigt in unterschiedlichen Zeitintervallen glutflüssiges Magma auf. Bei diesen Prozessen bilden sich Spalten und Risse, in die das Meerwasser bis zu etwa 1 500 Meter Tiefe eindringen kann. Das Wasser kommt dabei in Kontakt mit einer unterlagernden Magmakammer und heizt sich bis zu rund 350 °C auf. Aufgrund des hohen Druckes verdampft das Wasser jedoch nicht, sondern dehnt sich aus und steigt wegen seiner geringeren Dichte im Vergleich zum nur etwa 2 °C kalten Meerwasser wieder aus dem zerklüfteten Krustengestein auf. Während des Aufstiegs löst es Metalle und Mineralien aus dem umliegenden Gestein, erfährt aber wiederum eine rasche Abkühlung auf circa 100 °C. Die gelösten Mineralien und Metalle können nun wieder ausflocken. Durch die Reaktion des schwefelhaltigen Wassers mit den Metallen Kupfer, Zink und Eisen aus dem Krustengestein kommt es zu einer wolkigen, schwarzen Trübung des Wassers. Nach und nach lagern sich die ausgefällten Mineralien und Metalle um die Austrittsstelle ab und bilden die hohlen, schornsteinartigen Schlote, die bis zu mehrere Meter im Jahr wachsen können. Die zahlreichen Unterwasserquellen befördern enorme Wärmemengen. Am gesamten Wärmefluss durch die Erdoberfläche tragen sie etwa 25 Prozent bei. Die Lebensdauer eines Schwarzen Rauchers kann bis zu hundert Jahren betragen. Danach erkaltet er oder stürzt ein. Hydrothermale Quellen, die eine Temperatur von unter 30 °C aufweisen, bilden den Lebensraum für eine Vielzahl lebender Organismen. Am Anfang der Nahrungskette in den lichtlosen Tiefseeregionen stehen Bakterien. Sie dienen u. a. Krebstieren, Röhren- und Bartwürmern, Muscheln, Schnecken, Seespinnen, Quallen und Seeanemonen als Nahrungsgrundlage.
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