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Windows Live® Suchergebnisse Lorbeerwald „Laurisilva” von MadeiraEnzyklopädieartikel
Lorbeerwald „Laurisilva” von Madeira, nahezu unberührtes Lorbeerwaldgebiet innerhalb des Naturparks, der das von tiefen Schluchten zerschnittene vulkanische Bergland im Inneren der portugiesischen Atlantikinsel Madeira einnimmt. Das rund 150 Quadratkilometer große Areal erstreckt sich vor allem über die nach Norden und Nordosten gerichteten wolken- und regenreichen Bergflanken von Meeresniveau bis in etwa 1 400 Meter Höhe. Subtropische Lorbeerwälder waren im jüngeren Tertiär, vor 15 bis 40 Millionen Jahren, im südlichen Europa weit verbreitet. Heute kommen die artenreichen immergrünen Waldbestände noch auf den Azoren, den Kanarischen Inseln und dem Madeira-Archipel vor. Davon ist der Laurisilva (Lorbeerwald) Madeiras am ursprünglichsten erhalten. Als bedeutendstes Relikt einer weitgehend vernichteten Pflanzengemeinschaft wurde er 1999 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Neben vier Lorbeerarten, wie dem Stinklorbeer, der hier bis 40 Meter hoch wird, enthalten die Lorbeerwälder Madeiras viele seltene Pflanzenarten, insbesondere von Moosen, Farnen und oft reich blühenden Blütenpflanzen. Mehr als 60 Arten von Gefäßpflanzen sind endemisch. Unter den wirbellosen Tieren gibt es Individuen von mehr als 500 Arten, die ausschließlich im Laurisilva von Madeira vorkommen. Wahrzeichen des Schutzgebiets ist die Madeira-Lorbeertaube.
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