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Windows Live® Suchergebnisse Westlicher KaukasusEnzyklopädieartikel
Westlicher Kaukasus, aus dem Sotschi-Nationalpark, dem Kaukasischen Naturschutzgebiet und mehreren kleineren Naturreservaten bestehendes, insgesamt 3 011 Quadratkilometer großes Schutzgebiet, das 1999 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurde. Die in den südwestlichen Ketten des Kaukasus innerhalb der südrussischen Region Krasnodar und auf den Territorien der autonomen Republiken Adygien und Karatschai-Tscherkessien gelegene Welterbestätte erstreckt sich von der russischen Schwarzmeerküste in einem Höhenbereich zwischen 250 und 3 360 Metern über mehrere Klima- und Vegetationszonen hinweg. Im Westen berührt sie eindrucksvolle Karstlandschaften mit Russlands längster und tiefster Höhle, nach Osten hin reicht sie in den aus kristallinen Gesteinen aufgebauten zentralen Kaukasus hinein. In diesem Hochgebirge formten die rund 60 Gletscher zahlreiche Bergseen, Felsgrate und Trogtäler mit hohen Wasserfällen. Die Wälder nahe der subtropisch-milden, regenreichen Schwarzmeerküste sind in ihrer Artenvielfalt in Europa einzigartig. Auch die alpinen Matten, die in knapp 2 000 Meter Meereshöhe die stufenartig angeordneten Kastanien-Eichenwälder, Orientbuchenwälder, Tannen-Fichtenwälder und dichten Bestände der Kaukasischen Alpenrose ablösen, sind überaus artenreich – Individuen von nahezu 1 000 Pflanzenarten kommen oberhalb der Waldgrenze vor, davon etwa ein Drittel ausschließlich im Kaukasus. In dem Hochgebirge, das von ausgedehnten Tiefländern umrahmt wird, haben sich auch innerhalb der Fauna zahlreiche Endemiten entwickelt, wie etwa der Westkaukasische Steinbock, das Kaukasusbirkhuhn oder der Kaukasische Schlammtaucher, eine Froschart. Der Kaukasus-Wisent wurde dagegen in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts von Jägern ausgerottet, die im Schutzgebiet lebenden Wildrinder stammen von wieder eingebürgerten Wisenten ab. Die Jagd innerhalb der Welterbestätte Westlicher Kaukasus ist zwar verboten, kann aber nicht zuletzt wegen der Kriege und Flüchtlingsbewegungen im Kaukasus nicht vollständig unterbunden werden.
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