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Windows Live® Suchergebnisse GuaveEnzyklopädieartikel
Guave, auch Guayave oder Guajave, Gattung der Myrtengewächse, die im tropischen Amerika mit einigen Baum- und Straucharten weit verbreitet ist; heute wird sie vielerorts angebaut, im großen Stil in Indien und Südafrika. Die Gemeine Guave ist die häufigste und kommerziell bedeutendste Art der Gattung. Sie stammt ursprünglich aus Mexiko. Die Zweige der strauchartigen Bäume haben einen viereckigen Querschnitt und tragen ovale, etwa acht Zentimeter lange Blätter und 2,5 Zentimeter breite, vierzählige weiße Blüten. Die Früchte sind rund oder birnenförmig und im reifen Zustand gelb; sie werden ebenfalls bis acht Zentimeter groß und verströmen einen stechend-süßlichen Geruch. Das Fleisch der Beerenfrucht ist gelblichweiß bis rosa und extrem reich an Vitamin C (etwa 500 Milligramm pro 100 Gramm Fruchtfleisch); sein hoher Pektingehalt sorgt für eine geleeartige Konsistenz. Häufig werden aus der Gemeinen Guave Säfte, Konfekt und Marmeladen hergestellt, aber auch die rohe Frucht ist sehr schmackhaft und wird gern in gezuckerten Scheiben mit Sahne als Dessert serviert. Neben den Anbauzentren in Indien und Südafrika wird sie vor allem in Brasilien, Kolumbien und Florida industriell verwertet. Andere Arten der Gattung werden kommerziell kaum genutzt. Die Erdbeerguave ist wegen ihrer größeren Frostresistenz auch in subtropischen Regionen verbreitet, in vielen kalifornischen Gärten pflanzt man die Sträucher wegen der glänzend grünen Blätter, der weißen Blüten und der purpurroten, ein wenig nach Erdbeeren duftenden Früchte. In Mittelamerika, insbesondere in Costa Rica, wachsen die cás und der guisaro; beide besitzen äußerst säurehaltige Früchte; von gewisser Bedeutung ist außerdem die Brasilianische Guave. Systematische Einordnung: Guaven bilden die Gattung Psidium der Familie Myrtaceae. Die Gemeine Guave heißt wissenschaftlich Psidium guajava, die Erdbeerguave Psidium littorale oder Psidium cattleyanum, die Brasilianische Guave Psidium guineense, die cás heißt Psidium friedrichsthalianum und der guisaro Psidium molle.
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