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Vegetationsperiode

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Vegetationsperiode, der Zeitraum in einem Jahr, in dem der größte Teil der Pflanzen einer bestimmten Region Photosynthese betreibt, also die für Wachstum, Blütenbildung und Fruchtreife benötigte Substanz erzeugen kann.

Als Vegetationsperiode gilt diejenige Zeit, in der die mittleren Tagestemperaturen 10 °C überschreiten. Ihre Dauer ist in erster Linie von zwei Faktoren abhängig: der geographischen Breite und der Höhe über dem Meeresspiegel. In tropischen Regionen in der Nähe des Äquators mit ihrer hohen Sonneneinstrahlung ist die Vegetationsperiode bei ausreichenden Niederschlägen ganzjährig, während sie in den Tundren Eurasiens und Nordamerikas zum Teil nur wenige Wochen dauert. Auch mit steigender Meereshöhe verkürzt sie sich deutlich, da niedrigere Temperaturen und fehlende Wasserreservoire die Photosynthese begrenzen. Ein Sonderfall sind diejenigen Gebiete, in denen der limitierende Faktor der Dauerfrostboden ist. Dieser taut oft nur für kurze Zeit im Jahr und sehr oberflächlich auf, so dass vielerorts lediglich flach wurzelnde Pflanzen die Vegetationsperiode nutzen können. Im Gegensatz zur Vegetationsperiode steht die Vegetationsruhe, die in der Regel durch zu niedrige Temperaturen und/oder zu geringe Feuchtigkeit gekennzeichnet ist.

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