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Vicente Quesada

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Vicente FoxVicente Fox

Vicente Quesada (*1942), mexikanischer Politiker, Staatspräsident von Mexiko (2000-2006).

Vicente Fox wurde am 2. Juli 1942 in León im mexikanischen Bundesstaat Guanajuato als Sohn eines Landwirts geboren und entstammt väterlicherseits einer Familie irischer Einwanderer. Seine Mutter war Spanierin. Nach dem Besuch einer Jesuitenschule studierte er Betriebswirtschaft in Mexiko-Stadt und an der Harvard University in den USA. 1964 fing er als einfacher Angestellter bei dem Getränkekonzern Coca-Cola an, wo er schließlich bis zum Generaldirektor des Unternehmens für ganz Mexiko und Mittelamerika aufstieg. 1979 kehrte er auf die Familienranch in Guanajuato zurück und gründete mit seinen Brüdern zwei Landwirtschaftsunternehmen und eine Schuhfabrik. Inzwischen erfolgreicher Unternehmer, entschloss er sich 1987, in die Politik zu gehen, und trat der relativ unbedeutenden konservativen Partei der Nationalen Aktion (Partido Acción Nacional, PAN) bei, in der er rasch zu einem der führenden Politiker aufstieg.

1995 wurde Fox zum Gouverneur der Provinz Guanajuato gewählt. In diesem Amt profilierte er sich mit einer erfolgreichen Wirtschaftspolitik, einer Bildungsoffensive und der Kriminalitätsbekämpfung als Kandidat für die Präsidentschaftswahl am 2. Juli 2000, aus der er als Überraschungssieger hervorging. Seinen Erfolg verdankte der bekennende Katholik u. a. seinem volksnahen Stil sowie einem Wahlprogramm, das der Unzufriedenheit der Wähler mit den sozialen Verhältnissen und dem erstarrten politischen System Rechnung trug. So versprach Fox z. B. eine Erneuerung der Demokratie, eine effektive, korruptionsfreie Verwaltung, eine Wirtschaft mit „humanem Gesicht” und mehr Arbeitsplätze sowie die rasche Lösung des Konflikts mit den Zapatistas. Mit seinem Amtsantritt am 1. Dezember 2000 als Nachfolger von Ernesto Zedillo endete die 71-jährige Alleinherrschaft der Partei der Institutionalisierten Revolution (PRI).

Noch am Tag seiner Amtseinführung leitete Fox den unilateralen Rückzug der mexikanischen Armee aus der Konfliktregion Chiapas ein und schuf damit die Voraussetzung für die Wiederaufnahme der seit 1996 unterbrochenen Friedensverhandlungen mit den Zapatistas. Außerdem brachte er im Parlament eine Gesetzesvorlage ein, die die Rechte der Indios, die immerhin über 10 Prozent der Bevölkerung von Mexiko stellen, stärken sollte. Jedoch sahen weder die Zapatistas, deren Forderungen er nur in Teilen nachkam, noch die Indios ihre Ansprüche befriedigt; die Zapatistas brachen die Verhandlungen mit der Regierung ab. Fox konnte nur wenige seiner Reformvorhaben umsetzen, da seine Partei zwar stärkste Kraft im Parlament war, aber mit 218 der insgesamt 500 Sitze bei weitem nicht über die Mehrheit verfügte. Nach den Parlamentswahlen vom Juli 2003 wurde die Lage für Fox noch schwieriger, da nun erneut der PRI die stärkste Fraktion stellte, während Fox’ PAN erhebliche Einbußen hatte hinnehmen müssen. Am Ende seiner Amtszeit hatte sich die wirtschaftliche Lage Mexikos zwar verbessert, die Situation der armen Bevölkerungsschichten aber kaum, und die Korruption grassierte weiterhin. Am 1. Dezember 2006 übergab er die Amtsgeschäfte an seinen gewählten Nachfolger, seinen Parteifreund Felipe Calderón.

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