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Windows Live® Suchergebnisse Chicxulub-KraterEnzyklopädieartikel
Chicxulub-Krater, untermeerischer Krater im Golf von Mexiko vor der mexikanischen Halbinsel Yucatán, der möglicherweise vor 65 Millionen Jahren durch einen Meteoriteneinschlag entstand. Der Krater wurde nach 1950 von mexikanischen Geologen vor der Küste der Halbinsel Yucatán entdeckt. Er bekam den Namen Chicxulub nach einer nahe gelegenen Maya-Siedlung an der Küste, etwa 40 Kilometer nördlich von Mérida gelegen. Die Größe und mögliche Bedeutung des Kraters wurden erst in den achtziger Jahren erkannt, als Wissenschaftler aus Mexiko und den USA ihn näher erforschten. Der Krater besitzt einen Durchmesser von 300 Kilometern und eine Tiefe von etwa 30 Kilometern. Möglicherweise entstand er durch den Einschlag eines Meteoriten von gut 15 Kilometer Durchmesser, der hier mit einer Geschwindigkeit von 25 Kilometern in der Sekunde einschlug. Die Folgen dieses Einschlags könnten die einschneidenden Ereignisse der Erdgeschichte vor 65 Millionen Jahren gewesen sein, vor allem das Aussterben vieler Arten, u. a. der Dinosaurier. Diesem Modell zufolge wurde durch den Aufprall des Meteoriten eine sehr große Menge Gestein in die Atmosphäre geschleudert. Durch die Eintrübung kühlte das Klima für lange Zeit ab, was wiederum weit reichende Folgen für Pflanzen und Tiere nach sich gezogen haben könnte. Ob diese Ereignisse auch das Aussterben der Dinosaurier erklären, bleibt aber fraglich. In den letzten Jahren wurde diese Hypothese weitgehend verworfen und durch differenzierte Modelle ersetzt (siehe Geologische Zeitrechnung, Abschnitt 3.4).
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