![]() |
Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse Ostpazifischer RückenEnzyklopädieartikel
Ostpazifischer Rücken, Bergrücken im Pazifischen Ozean. Der Ostpazifische Rücken gehört zu dem Mittelozeanischen Rückensystem, das die Ozeanböden weltweit durchzieht. Die aus dem Rücken aufdringenden Magmen drängen die Pazifische Platte, die Nazca- und Cocosplatte beidseits von dem Rücken ab. An manchen Abschnitten des Ostpazifischen Rückens beträgt die Ausdehnungsgeschwindigkeit über 18 Zentimeter im Jahr. Diese hohe Ausdehnungsgeschwindigkeit lässt den Rücken nicht die Höhen erreichen, die die Rücken im Atlantischen und Indischen Ozean aufweisen. Der Ostpazifische Rücken weist zahlreiche Dehnungs- und Störungszonen auf. Dabei handelt es sich um lang gezogene, schmale Spalten in der Erdkruste, die im rechten Winkel zu den mittelozeanischen Rücken verlaufen. Sie entstehen durch Verschiebungen, die das Aufeinandertreffen der kontinentalen und der ozeanischen Kruste verursachen. Dabei entstehen Schlote, in die das Meereswasser eindringt. Es wird dann mit Mineralien und Schwefelwasser angereichert und erhitzt. Durch Risse in der Erdkruste dringt es wieder nach oben. Beispiele für solche Störungszonen sind die Galápagosspalte und die ostpazifische Erhebung auf 21 Grad nördlicher Breite. Der Ausstoß des heißen schwefelhaltigen Wassers ist eine Besonderheit des Ostpazifischen Rückens. Es bildet die Grundlage für ein ganz besonderes Ökosystem, in dem u. a. riesenwüchsige Bartwürmer (Pogonophora) und Riesenmuscheln beheimatet sind. Wegen der fehlenden Primärproduktion in Sachen Nahrungsgrundlage sind diese Lebewesen auf chemosynthetische Bakterien und Pilze angewiesen, deren Entstehung in dem heißen, schwefelhaltigen Wasser optimale Bedingungen findet. Mit Ausnahme der Osterinsel sitzen dem Ostpazifischen Rücken keine weiteren Inseln auf.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |