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    Sommergrüne Laubwaldzone, Gebiet, das sich fast ausschließlich in den Mittelbreiten der Nordhalbkugel erstreckt und dessen natürliche Vegetation vor.

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    sommergrüne Laubwaldzone: Buche (Fagus silvatica) Hainbuche (Carpinus betulus), Esche (Fraxinus excelsior) , Eichen (Quercus robur und Quercus sessiliflora) (z.

  • Igel-Cladonie – Wikipedia

    Die Igel-Cladonie ist von der Arktis bis in die sommergrüne Laubwaldzone verbreitet. Sie wächst vorwiegend auf sauren, nährstoffarmen Sandböden oder auf felsigem Untergrund.

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Sommergrüne Laubwaldzone

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Laubwälder des gemäßigten Klimas in WeißrusslandLaubwälder des gemäßigten Klimas in Weißrussland

Sommergrüne Laubwaldzone, Gebiet, das sich fast ausschließlich in den Mittelbreiten der Nordhalbkugel erstreckt und dessen natürliche Vegetation vor allem von laubwerfenden, sommergrünen und winterkahlen Wäldern geprägt wird.

Die sommergrüne Laubwaldzone umfasst insgesamt knapp 10 Prozent der Festlandsfläche der Erde. Die Hauptverbreitungsgebiete liegen in West-, Mittel- und Osteuropa, im östlichen Nordamerika sowie in Ostasien; in Südamerika und in Neuseeland nimmt sie jeweils nur sehr kleine Flächen ein. Polwärts geht die sommergrüne Laubwaldzone gleitend in die Nadelwälder der borealen Zone über, im Süden grenzt sie an der Westseite der Kontinente an die mediterrane Hartlaubzone, während an der Ostseite der Übergang meist zu immergrünen subtropischen Feuchtwäldern erfolgt; im winterkalten, trockenen Innern der Kontinente endet die Zone an Steppen und Wüsten.

Die Klimate der Zone sommergrüner Laubwälder zeichnen sich allgemein durch recht gleichmäßig über das Jahr verteilte Niederschläge aus, regelmäßige Trockenzeiten fehlen. Bei den mittleren und extremen Lufttemperaturen gibt es jedoch beträchtliche Unterschiede, die von der Lage an den Rändern bzw. im Innern der Kontinente abhängen: Gemäßigt im eigentlichen Sinn sind nur die extrem ozeanischen Küstenklimate mit sehr milden Wintern (Mittel des kältesten Monats 2 °C bis 10 °C) und kühlen bis mäßig warmen Sommern (wärmster Monat unter 15 °C). Bei den kontinentalen Klimaten kann dagegen das Mittel des kältesten Monats deutlich unter -10 °C sinken, das des wärmsten Monats 20 °deutlich übersteigen. Die absoluten Extreme sind noch weit größer, selbst in Mitteleuropa kann die Spanne rund 80 Grad betragen.

Für die Eigenarten der sommergrünen Laubwaldzone ist die Klimageschichte der Mittelbreiten im Lauf des Känozoikums, insbesondere im Pleistozän, mindestens ebenso wichtig wie das heutige Klima. Ohne die mehrfache großräumige Vergletscherung wären z. B. die Artenzusammensetzung der Flora und Fauna oder das Verteilungsmuster der Böden völlig anders. Vor allem im west- und mitteleuropäischen Anteil der sommergrünen Laubwaldzone kam es im Pleistozän zu einer drastischen Artenverarmung; Sedimente wie der vom Wind abgelagerte Löß, Moränen oder Sander nehmen große Flächen ein. Charakteristischer Bodentyp ist die Braunerde, auf Löß haben sich im Holozän meist Parabraunerden entwickelt, typisch für die sandigen Ablagerungen und die Mittelgebirge sind Podsole, für die Niederungen Moore in verschiedenen Varianten.

Mit Ausnahme der kleinen Areale auf der Südhalbkugel gehören die Wälder der sommergrünen Laubwaldzone dem Florenreich der Holarktis an. In Europa umfasst die ursprüngliche Vegetation in den tieferen Lagen hauptsächlich Eichenwälder, eichenreiche Buchenwälder, Hainbuchen- und Eichen-Lindenwälder. In den Gebirgen kommen bei den ausgeprägten Höhenstufen der Vegetation ab der submontanen Stufe Nadelbäume (hauptsächlich Tannen) hinzu. Als natürliche Waldtypen sind im östlichen Nordamerika u. a. Eichen-Tulpenbaum-Mischwälder und Buchen-Zuckerahorn-Wälder verbreitet. Allgemein ist die Flora dort wesentlich reicher an Gehölzarten als in Mitteleuropa, wo die Alpen in den Eiszeiten Wärme liebenden Arten den Rückzug nach Süden versperrten und daher viele dieser Arten ausstarben. Nahezu in der gesamten sommergrünen Laubwaldzone (besonders im europäischen und ostasiatischen Anteil) hat der Mensch in der Nacheiszeit durch Rodung und verschiedene Formen der Waldnutzung die ursprüngliche Vegetation bis auf geringe Reste vernichtet. Deutschland, ursprünglich auf etwa 95 Prozent seiner Fläche bewaldet, hat z. B. heute noch einen Waldanteil von knapp 30 Prozent, von dem wiederum ein großer Teil auf standortfremde Nadelwälder entfällt. Außer Siedlungs- und Verkehrsflächen, die in den dicht besiedelten, stark verstädterten Ländern große Flächen einnehmen, sind Ersatzgesellschaften weit verbreitet, u. a. Wiesen und Weiden oder kultivierte Moore.

Die natürliche Fauna hat dadurch ihre ursprünglichen Lebensräume fast ganz verloren. Zu diesen charakteristischen Waldtieren, die eng an Waldbiotope angepasst sind, gehören das Wildschwein, das Bucheckern und Eicheln bevorzugt (die Früchte der beiden von Natur aus vorherrschenden Baumarten), oder der Rothirsch, der in abwechslungsreichen naturnahen Laubwäldern genügend Nahrung findet, in den Fichtenmonokulturen jedoch bei der Nahrungssuche erhebliche Schäden anrichtet. An die Kälte und den Nahrungsmangel im Winter haben sich viele Tiere angepasst, indem sie die sommergrüne Laubwaldzone in der ungünstigen Jahreszeit verlassen, etwa die Zugvögel, oder indem sie wie zahlreiche Insekten in Form von Ruhestadien überwintern. Bär und Wolf als wichtigste Vertreter der großen Raubtiere wurden im mitteleuropäischen Anteil der Zone sommergrüner Laubwälder bereits vor Jahrhunderten ausgerottet, ebenso manche Huftiere wie Auerochse und Wisent. Dafür haben sich zahlreiche andere Arten aus den Steppen in die weitgehend entwaldeten Agrarlandschaften ausgebreitet, u. a. der Hamster und das Rebhuhn.

Heute leiden die Ökosysteme der sommergrünen Laubwaldzone unter den Folgen der starken Industrialisierung, des dichten Straßenverkehrs und der intensiv betriebenen Landwirtschaft. Zu den gravierendsten Umweltproblemen gehören das Waldsterben, das auch in naturnahen Beständen enorme Schäden verursacht, die Bodenversauerung, die Nitratbelastung und die Eutrophierung der Gewässer.

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