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Windows Live® Suchergebnisse PalikirEnzyklopädieartikel
Palikir, Hauptstadt und Regierungssitz von Mikronesien. Palikir liegt in einem gleichnamigen Tal auf der Insel Pohnpei und ist etwa acht Kilometer von der früheren Hauptstadt Kolonia entfernt. Bis in die späten achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts zählte Palikir nur wenige Einwohner. Mündlicher Überlieferung zufolge wurden Palikir und der Rest der Insel am Ende des 1. Jahrtausends vom Stamm der Saudeleurs beherrscht. Letztere kamen von Nan Madol, einer Inselgruppe vor der Südostküste Pohnpeis. Nach dem Niedergang des Nan-Madol-Reiches war Palikir für einige Zeit unabhängig. Schließlich wurde die Siedlung Teil des Königreiches Sokehs. Anfang des 16. Jahrhunderts erreichten die ersten europäischen Entdecker Pohnpei. 1886 übernahm Spanien die Herrschaft über die Insel. Nordöstlich von Palikir gründeten die Spanier eine kleine Siedlung, die spätere Hauptstadt Kolonia. Nach dem Spanisch-Amerikanischen Krieg 1898 verlor Spanien jedoch seinen Einfluss im Pazifik und verkaufte Pohnpei an Deutschland. Die Deutschen begannen den Aufbau der Kopraindustrie (siehe Kokospalme) auf der Insel. Im 1. Weltkrieg verlor Deutschland Pohnpei an Japan. Aufgrund eines Mandates des Völkerbundes blieb Pohnpei auch nach Ende des 1. Weltkrieges unter japanischer Hoheit. 1944 errichteten japanische Truppen bei Palikir einen Militärflugplatz. Nach dem 2. Weltkrieg stand die Insel bis in die achtziger Jahre unter amerikanischer Verwaltung. 1986 schlossen die USA und Mikronesien einen freien Assoziierungsvertrag. Die USA unterstützten daraufhin die Planung und den Bau einer Hauptstadt für die vier Bundesstaaten Mikronesiens. Aufgrund der günstigen Lage entschieden sich die Planer für den ehemaligen japanischen Flugplatz bei Palikir als Standort für die neue Hauptstadt. Seit November 1989 ist Palikir der neue Regierungssitz Mikronesiens.
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