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Windows Live® Suchergebnisse SchlangenadlerEnzyklopädieartikel
Schlangenadler, in Eurasien und Nordafrika verbreiteter Adler, der vorwiegend Schlangen und andere Reptilien erbeutet. Der Schlangenadler wird 62 bis 67 Zentimeter groß und hat eine Flügelspanne von etwa 1,8 Metern. Er ist oberseits braun gefärbt, die variable Unterseite ist weißlich mit dunklen Bändern oder Flecken. Das Verbreitungsgebiet des Schlangenadlers reicht von Nordafrika über Süd- und Osteuropa bis Indien und Zentralasien; in Deutschland und Österreich ist er ausgestorben. Der Schlangenadler besiedelt offene, reich gegliederte Landschaften mit Wäldern, häufig auch extensiv bewirtschaftete Flächen, sowie Steppen und die mediterrane Macchie. Reptilien spürt er im niedrigen Suchflug auf, insbesondere über sonnenexponierten Hängen. Größere Schlangen zerteilt er am Boden, während er kleinere fortträgt und später in einem Stück verschluckt. Gelegentlich erbeutet er auch Kleinsäuger, Vögel und Amphibien. Seinen Horst errichtet er auf Bäumen, gelegentlich auch im Fels. Das Weibchen legt nur ein Ei, das vor allem vom Weibchen anderthalb bis zweieinhalb Monate bebrütet wird; das Junge bleibt weitere zweieinhalb Monate im Nest. Schlangenadler sind in den meisten Teilen ihres Verbreitungsgebietes Zugvögel, die zumeist in der Sahelzone in Akaziensteppen oder Trockensavannen überwintern. Asiatische Schlangenadler überwintern wahrscheinlich auch in Indien; in Indien leben Schlangenadler außerdem als Standvögel. In Europa ist der Schlangenadler aus verschiedenen Gründen bedroht; dazu gehören die mit der Intensivierung der Landwirtschaft einhergehende Zerstörung kleinräumiger Landschaftsstrukturen, der Einsatz von Pestiziden, direkte Verfolgung (vor allem in Südeuropa) sowie Freileitungen. Systematische Einordnung: Der Schlangenadler heißt zoologisch Circaetus gallicus. Er gehört zur Familie Accipitridae.
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