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Windows Live® Suchergebnisse Jahresrückblick 2001Enzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Einleitung; Januar; Februar; März; April; Mai; Juni; Juli; August; September; Oktober; November; Dezember
Im Folgenden werden die wichtigsten Ereignisse des Jahres 2001 chronologisch aufgelistet.
1. Januar: In Deutschland trat ein neues Infektionsschutzgesetz in Kraft, mit dem u. a. verhindert werden soll, dass Infektionen zu Epidemien ausarten. 2. Januar: Erstmals in der Geschichte der Bundeswehr traten Frauen den Dienst mit der Waffe an. Der frühere amerikanische Justiz- (1957-1961) und Außenminister (1969-1973) William P. Rogers starb im Alter von 87 Jahren in Washington. 9. Januar: Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer (Bündnis 90/Die Grünen) zog die Konsequenz aus der heftigen Kritik an ihrer Amtsführung und den Versäumnissen ihres Ministeriums im Zusammenhang mit der BSE-Krise und erklärte ihren Rücktritt; wenig später reichte auch Bundeslandwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke (SPD) seine Demission ein. 13. Januar: In El Salvador starben bei einem Erdbeben der Stärke 7,6 auf der Richterskala mehr als 700 Menschen, etwa 4 400 wurden verletzt. Der Mitbegründer des IT-Konzerns Hewlett-Packard, William Packard, starb im Alter von 87 Jahren in Palo Alto (Kalifornien). 16. Januar: Der Präsident der Demokratischen Republik Kongo, Laurent-Désiré Kabila, wurde von einem seiner Leibwächter durch mehrere Schüsse lebensgefährlich verletzt und erlag später seinen Verletzungen. 20. Januar: Der Republikaner George W. Bush wurde als 43. Präsident der USA vereidigt. Gloria Macapagal Arroyo, die bisherige Vizepräsidentin der Philippinen, wurde als Nachfolgerin von Joseph Ejercito Estrada im Amt des Staatspräsidenten vereidigt. Estrada waren Korruption, Bereicherung, Misswirtschaft und Amtsmissbrauch vorgeworfen worden. 21. Januar: Eine Serie von Schlammlawinen und ein Erdbeben forderten in der indonesischen Provinz Nordsulawesi auf der Insel Celébes mehr als 50 Todesopfer. 22. Januar: Das UN-Gremium für Klimaveränderungen veröffentlichte in Shanghai die Ergebnisse einer mehrjährigen Studie, wonach sich die Erde wesentlich schneller erwärmt, als bisher vermutet: Experten erwarten eine globale Erwärmung von 1,4 bis 5,8 °C für die nächsten 100 Jahre. 23. Januar: Auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking versuchten am Vorabend des chinesischen Neujahrsfestes fünf Anhänger der Falun-Gong-Bewegung, sich selbst zu verbrennen; eine Frau starb an ihren Brandverletzungen. 25. Januar: In Belgrad wurde die neue serbische Regierung mit Zoran Djindjić als Ministerpräsidenten vereidigt. 26. Januar: Indien und Pakistan wurden durch das schwerste Erdbeben seit 50 Jahren erschüttert. Die Zahl der Todesopfer wurde auf mehrere Zehntausend geschätzt, Hunderttausende wurden obdachlos. 31. Januar: Mehr als zwölf Jahre nach dem terroristischen Anschlag auf ein US-Passagierflugzeug wurde einer der beiden libyschen Angeklagten vor einem schottischen Gericht schuldig und der andere freigesprochen. Das Verwaltungsgericht Berlin hob in erster Instanz die im Februar 2000 der CDU von Bundestagspräsident Wolfgang Thierse auferlegte Geldstrafe in Höhe von 41,3 Millionen DM auf. Thierse hatte die Strafe verhängt, weil die CDU in ihrem Rechenschaftsbericht für 1998 etwa 18 Millionen DM verschwiegen hatte, welche die hessische CDU auf Schweizer Konten lagerte.
4. Februar: Der amerikanische Jazzmusiker J. J. Johnson (James Louis Johnson) starb im Alter von 77 Jahren in Indianapolis (Indiana). Der französisch-griechische Komponist Iannis Xenakis starb im Alter von 78 Jahren in Paris. 6. Februar: Aus den zweiten Direktwahlen des Ministerpräsidenten in Israel ging der Kandidat des rechtsgerichteten Likud, Ariel Sharon, als Sieger hervor. 7. Februar: Jean-Bertrand Aristide wurde erneut (nach seiner Amtszeit von 1991 bis 1995) für eine fünfjährige Amtszeit als Staatspräsident von Haïti vereidigt; in diesem Amt löste er seinen Parteifreund René Préval ab. Die US-amerikanische Autorin und Witwe des Flugpioniers Charles Lindbergh, Anne Morrow Lindbergh, starb im Alter von 94 Jahren in Passumpsic (Vermont). Der deutsche Architekt Helmut Hentrich starb im Alter von 95 Jahren in Düsseldorf. 9. Februar: Der Unternehmer und Milliardär Thaksin Shinawatra wurde vom thailändischen Parlament mit 340 von 497 Stimmen zum Ministerpräsidenten gewählt; in diesem Amt löste er Chuan Leekpai ab. 10. Februar: Der Merapi auf der indonesischen Insel Java – einer der aktivsten Vulkane der Welt – brach aus. Nach heftigen Regenfällen bewegte sich vulkanisches Material in Form von Schlammlawinen abwärts; dabei kamen 89 Menschen ums Leben. Martina Ertl gewann im österreichischen Sankt Anton bei den alpinen Skiweltmeisterschaften eine Goldmedaille. Bei den Eisschnelllauf-Weltmeisterschaften im Mehrkampf (Großer Vierkampf) in Budapest siegte die 24-jährige deutsche Läuferin Anni Friesinger. 12. Februar: Die NASA-Sonde NEAR (Near Earth Asteroid Rendezvous) landete auf dem Asteroiden Eros, ohne dabei Schaden zu nehmen. 13. Februar: In El Salvador ereignete sich erneut ein schweres Erdbeben (Stärke 6,6 auf der Richterskala); nach inoffiziellen Angaben kamen 274 Menschen ums Leben, mehr als 2 400 wurden verletzt. Das Beben war zwar schwächer als die katastrophalen Erdstöße vom 13. Januar, das Epizentrum lag aber diesmal nicht vor der Küste, sondern auf dem Festland. Die deutsche Schlagersängerin Manuela, bürgerlich Doris Wegener, starb 57-jährig in Berlin. 16. Februar: Kampfflugzeuge amerikanischer und britischer Streitkräfte griffen irakische Kommando- und Radarstellungen nahe der Hauptstadt Bagdad an. Nach amerikanischer Darstellung handelte es sich bei den Angriffen um eine Routineoperation zur Durchsetzung der Respektierung der Flugverbotszonen. Die deutsche Schauspielerin und Sängerin Helen Vita, bürgerlich Helen Vita Elisabeth Reichel, starb 72-jährig in Berlin. Der US-amerikanische Sexualwissenschaftler William Masters starb im Alter von 85 Jahren in Arizona. 18. Februar: Bei den 51. Filmfestspielen von Berlin gewann der französische Theater-, Opern- und Filmregisseur Patrice Chéreau mit seinem unkonventionellen Liebesdrama Intimacy den Goldenen Bären. Der französische Maler Balthus starb in seinem Chalet in Rossinière im Schweizer Kanton Waadt. 22. Februar: Das Internationale Tribunal für Verbrechen im früheren Jugoslawien (ICTY) verurteilte drei bosnische Serben wegen Vergewaltigung, sexueller Versklavung und Folterung zu langjährigen Freiheitsstrafen. 24. Februar: Der amerikanische Computerwissenschaftler und Entdecker des Binärcodes, Claude Elwood Shannon, starb im Alter von 84 Jahren in Medford (Massachusetts). Der deutsche Karikaturist und Architekt Ernst Hürlimann starb 79-jährig in München. 25. Februar: Martin Schmitt holte zwei Titel bei den nordischen Skiweltmeisterschaften im finnischen Lahti. Aus den Parlamentswahlen in Moldawien ging die Kommunistische Partei Moldawiens mit 50,2 Prozent der Stimmen als absolut stärkste Kraft hervor. Bei den Präsidentenwahlen in Kap Verde ging aus einer Stichwahl der Kandidat des Partido Africano da Independência de Cabo Verde (PAICV), Pedro Pires, mit nur wenigen Stimmen Vorsprung als Sieger vor seinem Gegenkandidaten Carlos Veiga vom Movimento para a Democracia (MPD) hervor. Pires löst an der Staatsspitze den seit 1991 amtierenden António Mascarenhas Gomes Monteiro vom MPD ab. 26. Februar: Die radikal-islamischen Taliban in Afghanistan begannen systematisch, die Kunstwerke des Buddhismus in ihrem Land zu zerstören. 28. Februar: Bei einem schweren Erdbeben an der Nordwestküste der USA wurden rund 250 Menschen verletzt. Der Erdstoß hatte eine Stärke von 6,8 auf der Richterskala, das Epizentrum lag rund 60 Kilometer südwestlich von Seattle.
2. März: Das Landgericht Bonn stellte das Ermittlungsverfahren gegen Altbundeskanzler Helmut Kohl gegen eine Zahlung von 300 000 DM ein. Gegen Kohl war seit Anfang 2000 wegen des Verdachts der Untreue gegen die CDU ermittelt worden, weil er in den neunziger Jahren mehrere Millionen DM für die CDU gesammelt, aber nicht ordnungsgemäß verbucht hatte. 4. März: In einer Volksabstimmung lehnten die Schweizer mit 76,7 Prozent der Stimmen die Initiative „Ja zu Europa!” klar ab und stimmten damit gegen die sofortige Aufnahme von Verhandlungen über einen Beitritt der Schweiz zur Europäischen Union (EU). Der französische Maler Jean Bazaine starb im Alter von 96 Jahren im Pariser Vorort Clamart. 8. März: Die irische Tänzerin und Choreographin Dame Ninette de Valois starb im Alter von 102 Jahren in London. 11. März: Der Österreicher Hermann Maier gewann mit überwältigendem Vorsprung nach 1998 und 2000 zum dritten Mal den Gesamtweltcup im alpinen Skilauf. 18. März: Ein Revolutionsgericht in Teheran verbot die oppositionelle iranische Freiheitsbewegung, die sich für eine nicht von Geistlichen geführte demokratische Regierung auf der Grundlage des Islam einsetzt, wegen antiislamischer Bestrebungen. Der amerikanische Musiker, Sänger und Songwriter der Popgruppe The Mamas and the Papas, John Phillips, starb im Alter von 65 Jahren in Los Angeles (Kalifornien). 19. März: Auf einem Gründungskongress in Berlin konstituierte sich aus fünf aufgelösten Gewerkschaften die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, mit knapp drei Millionen Mitgliedern die größte freie Einzelgewerkschaft der Welt. 22. März: Der US-amerikanische Zeichner und Erfinder von Comicfiguren wie Tom und Jerry und Fred Feuerstein, William Hanna, starb im Alter von 90 Jahren in Hollywood. 23. März: Die Raumstation MIR stürzte nach kontrolliertem Deorbiting gegen 6.57 Uhr MEZ in den Südpazifik. David McTaggart, einer der Gründer der Umweltschutzorganisation Greenpeace, starb mit 68 Jahren bei einem Autounfall in Umbrien (Italien). 24. März: Die fünf nordischen Staaten Dänemark, Finnland, Schweden, Norwegen und Island traten dem Schengen-Raum bei. Damit entfallen weitere Grenzkontrollen im Personenverkehr. Der österreichische Schauspieler Karl Schönböck starb im Alter von 92 Jahren in München. 25. März: Bei der 73. Oscar-Verleihung in Los Angeles (Kalifornien) wurde Ridley Scotts melodramatischer Historienfilm Gladiator als bester Film prämiert. 31. März: Nachdem im Vormonat in Großbritannien Fälle von Maul- und Klauenseuche aufgetreten waren, erreichte die Seuche im März auch Irland und das europäische Festland. In Frankreich gab es bis Ende März zwei Infektionsherde, in den Niederlanden elf. In Deutschland gab es bis Ende März etwa 50 BSE-Fälle.
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