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Windows Live® Suchergebnisse Liselotte von der PfalzEnzyklopädieartikel
Liselotte von der Pfalz, eigentlich Elisabeth Charlotte, (1652-1722), Herzogin von Orléans, Enkelin von Kurfürst Friedrich V. Liselotte wurde als Tochter des Kurfürsten Karl Ludwig von der Pfalz (1617-1680) am 27. Mai 1652 im Heidelberger Schloss geboren und wuchs bis zum Alter von elf Jahren bei ihrer Tante Sophie von der Pfalz am Kurfürstenhof in Hannover auf. Um seine Herrschaft zu sichern, verheiratete ihr Vater sie im Alter von 19 Jahren gegen ihren Willen mit dem homosexuellen Herzog Philippe von Orléans, dem Bruder König Ludwigs XIV. von Frankreich. Zugleich musste sie auf alle pfälzischen Erbansprüche verzichten. 50 Jahre verbrachte Liselotte als eine der ranghöchsten Damen am Hof des „Sonnenkönigs”, dessen Gepflogenheiten sie sich allerdings so weit wie möglich entzog. Zugleich litt sie unter der zerrütteten Ehe, aus der drei Kinder hervorgingen (unter ihnen der spätere Herzog Philippe II. von Orléans), und musste die Zerstörung ihrer Heimat durch ihren Schwager hinnehmen, der den Tod ihres Bruders, des Kurfürsten Karl (gestorben 1685) zum Anlass für den Pfälzischen Erbfolgekrieg genommen hatte. Mit ihren zahlreichen Briefen, von denen etwa 6 000 erhalten sind, an bedeutende Zeitgenossen, Verwandte und Freunde, die als einzigartige Dokumente gelten, schuf sie ein kritisches, aber auch humorvolles Sittenbild der Zustände am französischen Hof. Liselotte von der Pfalz starb am 8. Dezember 1722 in Saint-Cloud.
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