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Windows Live® Suchergebnisse LungenkrebsEnzyklopädieartikel
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Lungenkrebs, Krebserkrankung der Lunge. Lungenkrebs entsteht, wenn sich die DNA (siehe Nucleinsäuren) einer Lungenzelle so verändert, dass unkontrolliertes Zellwachstum einsetzt und ein Tumor gebildet wird. Aus diesem Tumor können Zellen abwandern und über die Blutbahnen oder das Lymphsystem in andere Körperteile und Organe gelangen. Dort können sie sich vermehren und weitere Tumoren bilden (Metastasierung: Bildung von Tochtergeschwülsten). Lungenkrebserkrankungen werden in zwei Gruppen gegliedert: kleinzellige und nichtkleinzellige Karzinome (Krebsgeschwülste). Bei etwa 25 Prozent aller Lungenkrebserkrankungen handelt es sich um kleinzelligen Lungenkrebs (SCLC; small cell lung cancer), aufgrund der Zellform auch Haferzellenkarzinom genannt. Zum nichtkleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC; non-small cell lung cancer) gehören: das Plattenepithelkarzinom, das in epidermalen Zellen (also in der oberen Zellschicht) entsteht, die entlang der Lungenluftwege liegen, und zu den häufigsten Lungenkrebsarten gehört; das Adenokarzinom, das in den Schleim produzierenden Zellen entlang der oberen Lungenluftwege entsteht; und das großzellige Karzinom.
Die Symptome des Lungenkrebses sind ein anhaltender trockener Husten, Blut im Speichel, keuchender Atem, Schmerzen in Schulter oder Brustkorb, Gesicht- oder Nackenschwellung und chronische Lungenentzündung oder Bronchitis.
Lungenkrebs ist in Europa diejenige Krebserkrankung, die am häufigsten tödlich verläuft. In Deutschland erkranken nach Angaben des Robert-Koch-Instituts von 2006 jährlich etwa 32 500 Menschen neu an Lungenkrebs, davon 12 500 Frauen. Bezogen auf die Zahl jährlicher Neuerkrankungen steht Lungenkrebs in Deutschland an dritter Stelle (bei Männern nach Prostata- und Darmkrebs, bei Frauen nach Brust- und Darmkrebs). Bei Frauen nimmt die Häufigkeit von Lungenkrebs im Zusammenhang mit dem Rauchverhalten permanent zu, während die Häufigkeit bei Männern rückläufig ist.
Die große Mehrzahl aller Lungenkrebserkrankungen – bei Männern etwa 90 Prozent, bei Frauen etwa 60 Prozent – ist auf das Rauchen zurückzuführen; etwa 6 Prozent können mit dem in der Natur vorkommenden radioaktiven Gas Radon in Verbindung gebracht werden. Andere Ursachen sind passives Rauchen (Einatmen von Zigaretten-, Zigarren- oder Pfeifenrauch durch Nichtraucher) oder der Kontakt mit bestimmten Substanzen wie Asbest. Auch die Ernährung kann eine Rolle spielen. So belegen Studien, dass ein Mangel an frischem Obst und Gemüse ein erhöhtes Krebsrisiko zur Folge haben kann.
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