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Windows Live® Suchergebnisse Vereinte DienstleistungsgewerkschaftEnzyklopädieartikel
Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), deutsche Arbeitnehmerorganisation für Beschäftigte vor allem des Dienstleistungssektors, gegründet 2001. Als eine der Mitgliedsgewerkschaften des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) ist ver.di die zweitgrößte freie Einzelgewerkschaft der Welt. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft konstituierte sich am 19. März 2001 auf ihrem Gründungskongress in Berlin. Sie ging aus der Fusion von fünf im Dienstleistungssektor tätigen Gewerkschaften hervor: der Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen (HBV), der Industriegewerkschaft Medien - Druck und Papier, Publizistik und Kunst (IG Medien), der Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV), der Deutschen Postgewerkschaft (DPG) und der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft (DAG), die mit Ausnahme der DAG alle dem DGB angehört hatten. Der definitive Entschluss zur Fusion der fünf Gewerkschaften zu einer einzigen großen Dienstleistungsgewerkschaft war im November 1999 gefallen, als alle fünf Einzelgewerkschaften auf Sonderkongressen einer Fusion grundsätzlich zustimmten. Am 16. bis 18. März 2001 beschlossen die fünf Gewerkschaften wiederum auf Sonderkongressen jeweils ihre Selbstauflösung als Voraussetzung für die Gründung der neuen Gewerkschaft. Vertikal gliedert sich ver.di in vier Ebenen: in Ortsvereine an der Basis, darüber die Bezirke (insgesamt 108), gefolgt von den Landesbezirken (13) und an der Spitze die Bundesebene. Horizontal gliedert sich die Gewerkschaft in 13 Fachbereiche, darunter Finanzdienstleistungen; Gesundheit, soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen; Bildung, Wissenschaft und Forschung; Bund und Länder; Medien, Kunst und Kultur, Druck und Papier; Telekommunikation, Informationstechnologie, Datenverarbeitung; Postdienste, Speditionen und Logistik; Verkehr und Handel. Die Ebenen sind primär für übergeordnete politische Fragen und die Mitgliederbetreuung insgesamt zuständig, während sich die Fachbereiche um die spezifischen beruflichen und berufspolitischen Themen und Probleme der etwa tausend in ver.di vertretenen Berufsfelder kümmern. Oberstes Organ von ver.di ist der Bundeskongress, zusammengesetzt zu gleichen Teilen aus Vertretern der Ebenen und der Fachbereiche. Zwischen den Bundeskongressen fungiert der Gewerkschaftsrat als oberstes Organ; die Geschäfte führt der Bundesvorstand. Zum ersten Vorsitzenden von ver.di wurde auf dem Gründungskongress im März 2001 der bisherige Vorsitzende der ÖTV Frank Bsirske gewählt. In der Folgezeit wurde er regelmäßig in seinem Amt bestätigt. Zur Zeit ihrer Gründung hatte die Gewerkschaft etwa drei Millionen Mitglieder; bis 2007 war die Mitgliederzahl jedoch auf unter 2,3 Millionen gesunken. Zudem befand sich die Gewerkschaft nun, u. a. aufgrund der gesunkenen Mitgliederzahl, in großen Finanzproblemen und sah sich daher bereits 2003 gezwungen, den Abbau von etwa 20 Prozent ihrer bis dahin 5 000 Mitarbeiter einzuleiten.
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