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Anolis

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Anolis oder Saumfinger, im tropischen und subtropischen Amerika sowie in der Karibik beheimatete Gattung aus der Familie der Leguane mit etwa 200 bis 300 Arten.

Die 10 bis 60 Zentimeter langen Anolis sind hervorragende Kletterer, die ihr Leben überwiegend auf Bäumen oder Büschen verbringen. Den Erdboden suchen sie nur zum Vergraben der ein bis zwei Eier auf. Der Schwanz ist meist doppelt so lang wie der Körper, die kräftigen Beine sind schlank und besitzen Haftzehen. Die Augen können unabhängig voneinander bewegt werden, was den tagaktiven Tieren ein relativ großes Gesichtsfeld garantiert. Anolis sind meist auffallend gefärbt und weisen häufig charakteristische grüne und braune Musterungen auf. Die Männchen besitzen einen großen Kehllappen, der bei Erregung aufgestellt werden kann.

Ein bekannter Vertreter der Anolis ist der in den USA und auf Kuba verbreitete, etwa 20 Zentimeter große Rotkehlanolis, der in Laubwäldern lebt und sich überwiegend von Insekten und Spinnen ernährt. Bei uns wird er oft in Terrarien gehalten. Die Grundfarbe der Rotkehlanolis ist ein kräftiges Grün, der Kehlsack der Männchen ist rot. Ein weiterer Vertreter ist der bis zu 60 Zentimeter große Riesenanolis, der auf Kuba lebt, wo er die Kronenbereiche von Palmen und Laubbäumen bewohnt. Er ernährt sich hauptsächlich von Insekten, nimmt aber auch Jungvögel und Frösche.

Systematische Einordnung: Anolis bilden die Gattung Anolis der Familie Iguanidae. Der Rotkehlanolis trägt den wissenschaftlichen Namen Anolis carolinensis, der Riesenanolis heißt Anolis equestris.

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