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Windows Live® Suchergebnisse RüsselkäferEnzyklopädieartikel
Rüsselkäfer, weltweit verbreitete Familie aus der Ordnung der Käfer, mit etwa 60 000 Arten die artenreichste Familie des gesamten Tierreiches. Die 0,5 bis 7 Zentimeter langen Rüsselkäfer sind durch den rüsselartig verlängerten Vorderkopf und die meist deutlich geknieten Fühler charakterisiert. Der Körperbau der Rüsselkäfer ist sehr vielfältig, ebenso ihre Färbung. Rüsselkäfer ernähren sich von Pflanzen, oft sind einzelne Spezies auf bestimmte Pflanzenarten spezialisiert. Häufig sitzen auch mehrere Rüsselkäferarten an unterschiedlichen Stellen auf ein und derselben Pflanze. Eine Art entwickelt sich z. B. im Stängel, während andere an Blättern oder Blüten anzutreffen sind. Rüsselkäfer bohren mit ihren Rüsseln Löcher in die jeweiligen Pflanzenteile und legen dort ihre Eier ab. Die daraus schlüpfenden Larven sind bein- und augenlose Maden, die sich anschließend entweder in den Pflanzen, seltener in der Erde, verpuppen. Unter den Rüsselkäfern gibt es viele Schädlinge, die beträchtliche Schäden an Getreidevorräten oder in Obstplantagen anrichten können. Ein bekannter Schädling ist der rotbraune bis schwarze Kornkäfer, der vor allem Roggen und Weizen befällt. Er frisst Löcher in Getreidekörner und deponiert seine Eier darin, die Larven entwickeln sich in den Körnern. Ein weiterer gefürchteter Schädling ist der Apfelblütenstecher, dessen Weibchen die Knospen der Apfelblüten anbohren. Apfelblütenstecher legen ihre Eier in die Blüten; die Larven verhindern, dass sich die Blüten öffnen. Systematische Einordnung: Rüsselkäfer bilden die Familie Curculionidae der Ordnung Coleoptera. Der Kornkäfer trägt den wissenschaftlichen Namen Sitophilus granarius, der Apfelblütenstecher heißt Anthonomus pomorum.
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