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Magengeschwür

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Helicobacter pyloriHelicobacter pylori

Magengeschwür, auch Magenulkus, Ulcus ventriculi, tief greifender Gewebsdefekt der Magenschleimhaut.

Magengeschwüre und Geschwüre des Zwölffingerdarmes (Duodenum) werden als Ulkuskrankheiten des oberen Magen-Darm-Kanals zusammengefasst. Geschwüre des Zwölffingerdarmes (Ulcus duodeni) sind etwa drei- bis viermal häufiger als Magengeschwüre. Beide haben ähnliche Ursachen: ein Ungleichgewicht zwischen aggressiven und schützenden Faktoren. Zu den aggressiven Faktoren zählen Magensäure (Salzsäure), Pepsin, Steroide, nichtsteroidale Antirheumatika wie Acetylsalicylsäure und Ibuprofen, Nikotin, Stress sowie eine Infektion der Schleimhaut mit dem Bakterium Helicobacter pylori. Zu den schützenden Faktoren zählt man u. a. die Schleimschicht der Schleimhaut, Bicarbonat und Sekretin (siehe Gewebshormone).

Betroffene klagen typischerweise über Appetitlosigkeit, Völlegefühl, Übelkeit und Oberbauchschmerzen, wobei die Schmerzen beim Magengeschwür eher bei den Mahlzeiten auftreten und beim Zwölffingerdarmgeschwür eher nüchtern auftreten und sich bei Nahrungsaufnahme bessern. Magengeschwüre untersucht man mittels Gastroskopie. Hierbei können auch Biopsien entnommen werden, die auf Krebszellen und eine Besiedlung mit Helicobacter pylori hin untersucht werden. Magenkrebs tritt nicht selten als Folge chronischer Magengeschwüre auf, und sehr häufig entstehen Magengeschwüre durch eine Infektion mit Helicobacter pylori.

Die Behandlung erfolgt in erster Linie medikamentös. Es werden Antacida, Antihistaminika und vor allem die moderne Wirkstoffklasse der Protonenpumpenhemmer (Säure hemmende Medikamente) eingesetzt. Wird eine Besiedlung mit Helicobacter pylori gefunden, erfolgt zusätzlich eine antibiotische Therapie über sieben Tage. Unter dieser Therapie heilen die meisten Geschwüre ab; die früher sehr häufige chirurgische Behandlung erfolgt heute nur noch beim Versagen der medikamentösen Therapie.

Siehe auch Magenschleimhautentzündung; stressbedingte Gesundheitsstörungen

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