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Windows Live® Suchergebnisse MagenkrebsEnzyklopädieartikel
Magenkrebs, Magenkarzinom, bösartiger Tumor, der aus entarteten Zellen der Magenschleimhaut entsteht. Das Magenkarzinom ist der häufigste Tumor des Magens; die gutartigen Tumoren des Magens haben nur einen Anteil von etwa 5 bis 10 Prozent und die bösartigen Nicht-Schleimhauttumoren von etwa 5 Prozent. Das Magenkarzinom ist eine Erkrankung des höheren Lebensalters. Der Häufigkeitsgipfel liegt bei 50 bis 60 Jahren, Männer sind doppelt so häufig betroffen wie Frauen. Die mittlere Überlebensdauer der Betroffenen ohne Behandlung beträgt ein Jahr. Als Ursachen für das Magenkarzinom werden u. a. Ernährungsfaktoren, Formen der Magenschleimhautentzündung, chronische Magengeschwüre und eine Besiedlung durch das Bakterium Helicobacter pylori angenommen. Die Betroffenen klagen über dauerhafte Oberbauchschmerzen, Übelkeit, Völlegefühl und häufig eine Abneigung gegen Fleisch. Später kommen auch Gewichtsverlust und Nachlassen der Leistungsfähigkeit hinzu. Zur Diagnose werden die Gastroskopie mit der Entnahme von Biopsien und bildgebende radiologische Verfahren zur Feststellung der Tumorausdehnung und eventuellen Metastasierung (siehe Krebserkrankungen) eingesetzt. Die Behandlung erfolgt in erster Linie chirurgisch. Das Ziel ist die möglichst vollständige Entfernung des Tumorgewebes und der eventuell bereits entstandenen Lymphknotenmetastasen. Hierzu ist meist die vollständige Entfernung des Magens und der umgebenen Lymphknoten erforderlich. Nach einer Magenentfernung sind die Betroffenen auf eine lebenslange Einnahme von Enzymen der Bauchspeicheldrüse und des Vitamins B12 angewiesen. Für die Prognose ist die möglichst frühzeitige Erkennung und Operation entscheidend.
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