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Windows Live® Suchergebnisse BlutwäscheEnzyklopädieartikel
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Blutwäsche, Gruppe medizinischer Verfahren zur Entfernung schädlicher Substanzen aus dem Blut, die der Organismus nicht selbst beseitigen konnte. Es gibt verschiedene Verfahren der Blutwäsche, die je nach Ausgangssituation des Patienten und Art der schädigenden Substanzen eingesetzt werden. Im Einzelnen sind dies Hämodialyse, Peritonealdialyse und Plasmapherese.
Hämodialyse wird vor allem bei Patienten eingesetzt, die unter terminaler Niereninsuffizienz leiden. Darunter versteht man eine so starke Schädigung der Nieren, dass diese nicht in der Lage sind, die Stoffwechsel-Abbauprodukte und die erforderliche Menge an Flüssigkeit auszuscheiden. Die Funktion der Nieren muss dann ein Dialysator übernehmen, er wird deshalb auch als künstliche Niere bezeichnet. Der Dialysator wird mit einer Vene (normalerweise im Bereich des Unterarmes) verbunden, und das Blut strömt dann für einige Stunden an einer semipermeablen Membran entlang, wobei die schädigenden Substanzen aus dem Blut diffundieren. Die Hämodialyse muss drei bis vier Mal wöchentlich durchgeführt werden.
Peritonealdialyse ist eine Alternative zur Hämodialyse. Bei der Peritonealdialyse wird sterile Flüssigkeit (meist etwa zwei Liter) in die Bauchhöhle des Patienten eingeleitet und für einige Stunden dort belassen. In der Bauchhöhle findet der Stoffaustausch mit dem Blut statt. Dieses Vorgehen wird mehrmals wiederholt; die Anwendung ist täglich erforderlich.
Plasmapherese ist ein Verfahren zur gezielten Entfernung von Substanzen aus dem Blutplasma, die bei der Hämodialyse nicht erfasst werden. Sie ist erforderlich, wenn Patienten an Erkrankungen leiden, die mit einer pathologischen Konzentration von Substanzen, die vom Organismus nicht oder nur sehr langsam ausgeschieden werden können, im Blut einhergehen. Dazu zählen bestimmte Vergiftungen, Stoffwechselerkrankungen, immunologische Krankheitsbilder und Krebserkrankungen.
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