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Windows Live® Suchergebnisse Nadeshda KrupskajaEnzyklopädieartikel
Nadeshda Krupskaja (1869-1939), russische Revolutionärin und Politikerin, Ehefrau von Wladimir I. Lenin. Nadeshda Krupskaja wurde am 26. Februar 1869 in Sankt Petersburg geboren und entstammte einer verarmten Aristokratenfamilie. Schon mit zwölf Jahren las sie Tolstoj und Marx, was ihr Weltbild maßgeblich prägte. Sie durchlief eine Ausbildung zur Lehrerin und unterrichtete anschließend an einer Dorfschule, weil damals Frauen ein Hochschulstudium verboten war. Anfang der neunziger Jahre wandte sie sich dem Marxismus zu und lernte dadurch 1894 Lenin kennen. Im August 1896 wurde sie wegen ihrer politischen Agitation unter Arbeiterinnen verhaftet und 1898 für drei Jahre nach Sibirien verbannt, wo sie den ebenfalls dorthin verbannten Lenin wiedertraf und ihn noch im selben Jahr heiratete. Ab 1901 lebte sie mit ihm im Exil (London, Genf, Zürich, Paris, München) und wurde trotz ihres stets schlechten Gesundheitszustandes seine engste Mitarbeiterin, unterstützte ihn in all seinen langwierigen Fraktionskämpfen innerhalb der SDAPR und war später maßgeblich an der Konstituierung der KPdSU und deren Mitgliederbetreuung beteiligt. Nach der Februarrevolution 1917 kehrte Nadeshda Krupskaja noch vor Lenin nach Russland zurück und fungierte als eine Art Relaisstation zwischem dem noch in Finnland lebenden Lenin und den Bolschewiki in Russland. Nach dem Sieg der Oktoberrevovolution 1917 wurde sie stellvertretende Vorsitzende im Volkskommissariat für Volksbildung und zu einer führenden Theoretikerin der sowjetischen Pädagogik. In dieser Eigenschaft konnte sie auch noch nach Lenins Tod im Jahr 1924 trotz der Widerstände Stalins wichtige Bildungsreformen durchsetzen. 1927 wurde sie ins Zentralkomitee der KPdSU gewählt und vertrat dort vehement Lenins Ideen gegenüber Stalin, der sie deswegen mehrfach verhaften ließ. Das Schicksal anderer Bolschewiki unter Stalin – die Tschistka – blieb ihr jedoch erspart, weil sie die Witwe Lenins war. Sie starb am 27. Februar 1939 in Moskau – geachtet, aber einflusslos.
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