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Trockenrasen

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Stattliches KnabenkrautStattliches Knabenkraut

Trockenrasen, meist lückige, von niedrigwüchsigen Gräsern und Kräutern geprägte Rasenflächen, die wegen ihres steppenartigen Charakters in Mitteleuropa auch als „Steppenheiden” bezeichnet werden.

Die Trockenrasen in Mitteleuropa sind durch Rodung und jahrhundertelange extensive Viehwirtschaft hauptsächlich aus Wärme liebenden Eichenmischwäldern hervorgegangen. Als Pflanzengesellschaften, die mit wenig Wasser auskommen, besiedeln Trockenrasen nördlich der Alpen hauptsächlich flachgründige Kalksteinböden (Kalktrockenrasen) an Südhängen; die nahe verwandten Halbtrockenrasen mit dichterer Pflanzendecke bevorzugen etwas tiefgründigere und lehmigere Böden.

Die artenreiche Flora der Halbtrocken- und Trockenrasen erinnert oft an die Pflanzenwelt Süd- und Südosteuropas. Verbreitete Arten sind u. a. die Gemeine Küchenschelle, der Stängellose Tragant, das Frühlings-Adonisröschen und das Stattliche Knabenkraut. Zur charakteristischen Fauna gehören z. B. Wärme liebende, vor allem im Süden verbreitete Insektenarten oder seltene Reptilien wie die Smaragdeidechse.

Weil es sich wirtschaftlich nicht mehr lohnt, werden viele Trockenrasengebiete heute nicht mehr als extensives Weideland (Schafe und Ziegen als Landschaftspfleger) genutzt. Daher drohen sie durch Verbuschung ganz zu verschwinden. Auch die Wiederaufforstung trägt dazu bei, dass die Trockenrasen zurückgehen.

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