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Brigitte Zypries

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Brigitte ZypriesBrigitte Zypries

Brigitte Zypries (*1953), deutsche Juristin und Politikerin (SPD), Bundesministerin der Justiz (seit 2002).

Brigitte Zypries wurde am 16. November 1953 in Kassel geboren. Ab 1972 studierte sie in Gießen Rechtswissenschaften; 1980 beendete sie ihr Studium mit dem zweiten juristischen Staatsexamen. In der Folgezeit war sie zunächst bis 1985 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Gießen tätig, anschließend als Referentin in der Hessischen Staatskanzlei, und von 1988 bis 1990 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bundesverfassungsgericht. 1991 wechselte sie in die niedersächsische Staatskanzlei unter Gerhard Schröder, war hier zunächst Referatsleiterin, ehe sie 1995 zur Abteilungsleiterin aufstieg; 1997 schließlich wurde sie zur Staatssekretärin im Ministerium für Frauen, Arbeit und Soziales in Niedersachsen befördert. Nach dem Wahlsieg der SPD auf Bundesebene wurde Zypries 1998 von Schröder, nun Bundeskanzler, als Staatssekretärin in das Bundesministerium des Inneren unter Otto Schily berufen. In dieser Funktion war sie u. a. als Leiterin der Stabsstelle „Moderner Staat – moderne Verwaltung” für die Umsetzung der Initiative D21 verantwortlich, durch die bis 2005 die öffentliche Verwaltung vernetzt und online zugänglich gemacht werden sollte. Zudem leitete sie 1999 den Krisenstab für das elektronische Jahr-2000-Problem (siehe Millennium-Fehler), und im Sommer 2002 betraute sie Schröder mit der Koordination der Hochwasserhilfe, die sie rasch und effizient in die Wege leitete.

Nach dem Verzicht Herta Däubler-Gmelins auf das Justizministerium und dem neuerlichen Wahlsieg der rotgrünen Koalition wurde Zypries im Oktober 2002 von Bundeskanzler Schröder zur Bundesministerin der Justiz ernannt. Bei den vorgezogenen Bundestagswahlen im September 2005, die das Ende der rotgrünen Koalition unter Schröder markierten, wurde sie erstmals in den Bundestag gewählt; ihr Amt als Justizministerin behielt sie auch in der von Angela Merkel geführten Regierung der großen Koalition bei.

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