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L’Anse aux Meadows

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Grasbedeckte Häuser in L’Anse aux MeadowsGrasbedeckte Häuser in L’Anse aux Meadows

L’Anse aux Meadows, altes Wikingerlager an der Nordspitze von Neufundland, die älteste bekannte europäische Siedlung in Amerika.

Die 1978 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärte Wikingersiedlung wurde 1960 von dem Norweger Helge Ingstad entdeckt und erforscht, der darin das lang gesuchte Vinland vermutete.

Laut skandinavischer Sagen war der Wikinger Bjarni Herjólfsson der erste Europäer, der Vinland sichtete, und zwar um das Jahr 986. Wenige Jahre später, um die Jahrtausendwende, landete dann Leif Eriksson vermutlich an der Küste von Labrador und erkundete Labrador und Neufundland. Die Überreste der Wikingersiedlung in L’Anse aux Meadows entsprechen Leifs Beschreibung von Vinland und können etwa auf das Jahr 1000 datiert werden.

Erhalten sind in L’Anse aux Meadows die Überreste von insgesamt drei Gruppen von Bauten, jede bestehend aus Wohn- und Arbeitshaus sowie Stall, errichtet aus Holz und Torf und mit Grassoden gedeckt. Die Fundstücke wie Werkzeuge, Artefakte, Knochen und Ähnliches verweisen eindeutig auf norwegische Herkunft. Für den auf dem Areal eingerichteten National Historic Park wurde eine der Häusergruppen rekonstruiert; die übrigen Funde wurden im Ausgrabungszustand belassen.

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