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Windows Live® Suchergebnisse Sophie MereauEnzyklopädieartikel
Sophie Mereau, geborene Schubart, (1770-1806), deutsche Schriftstellerin. Sie ist eine prominente Vertreterin der Frauenliteratur im Umkreis der Weimarer Klassik. Mereau wurde am 28. März 1770 als Tochter eines Steuerbeamten in Altenburg (Thüringen) geboren. Ebenso wie ihre ältere Schwester Henriette erhielt sie eine sorgfältige Erziehung und Unterricht in mehreren Fremdsprachen. Ihr Werk ist von seinem Beginn an eng mit dem Namen Friedrich Schillers verbunden; die literarisch produktive Bekanntschaft vermittelte der Jenaer Universitätsbibliothekar und spätere Juraprofessor Friedrich Ernst Mereau, mit dem Sophie ab 1793 verheiratet war. Schiller, der sich programmatisch der „ästhetischen Erziehung” der Frauen widmete, gab Mereau wiederholt Gelegenheit, in seinen Journalen und Almanachen zu publizieren: Ihre Gedichte erschienen in der Thalia, ihr Fortsetzungsroman Amanda und Eduard (1797) in den Horen. Im Auftrag Schillers übersetzte sie die Memoiren der Madame de Staël und Pierre Corneilles Cid; in jeweils zwei Bänden erschienen ihre Gedichte (1800/1802) und das Taschenbuch Kalathiskos (1801/1802). Schon 1794 war ihr Roman Das Blüthenalter der Empfindung erschienen, der ihr sowohl die Anerkennung beim breiten Publikum wie in der literarischen Welt gebracht hatte. Auf dem Höhepunkt ihrer schriftstellerischen Laufbahn wie auch ihrer ehelichen Krisen kam 1798 Clemens Brentano nach Jena und verkehrte hier im Kreis der Frühromantiker. Die komplizierte Liebesbeziehung zwischen Sophie Mereau und Brentano, der sich mit Kritik an ihrer bisherigen schriftstellerischen Arbeit nicht zurückhielt, hatte entscheidende Auswirkungen auf ihr Schaffen. 1801 erfolgte die Scheidung der Eheleute Mereau. Nach der Heirat mit Clemens Brentano 1803 war Sophie als Herausgeberin und Übersetzerin tätig. Gemeinsam mit Brentano veröffentlichte sie Spanische und Italienische Novellen (1804/1806, 2 Bde.) und besorgte die Übersetzung von Giovanni Boccaccios Novelle Fiametta (1806), sie betrieb altdeutsche Studien und unterstützte ihren Mann bei seinen publizistischen Plänen. Sophie Brentano starb bei der Entbindung ihres fünften Kindes am 31. Oktober 1806 in Heidelberg.
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