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  • Dorothea Schlegel Zitate und Sprüche

    Zitate und Sprüche von Dorothea Schlegel. ... Man muß alle Menschen ein ganz klein wenig besser behandeln, als sie es verdienen; so entwaffnet man sie am leichtesten.

  • Dorothea Schlegel – Wikipedia

    Dorothea Friederike Schlegel, geborene Brendel [1] Mendelssohn, (* 24. Oktober 1764; † 3. August 1839) war die älteste Tochter von Moses Mendelssohn.

  • dorothea schlegel

    Religion, Nazarener und “Avantgarde“ - Dorothea Schlegels Briefe aus Rom von Christina Ujma

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Dorothea von Schlegel

Enzyklopädieartikel

Dorothea von Schlegel, geborene Brendel Mendelssohn, (1764-1839), deutsche Schriftstellerin. Mit ihrem fragmentarischen Bildungsroman Florentin (1801) leistete sie einen gewichtigen Beitrag zur deutschen Frühromantik. Sie hatte maßgeblichen Anteil an Friedrich Schlegels literarischem Schaffen.

Dorothea von Schlegel wurde als Tochter des berühmten deutschen Aufklärers Moses Mendelssohn am 24. Oktober 1764 in Berlin geboren. Ihr Vater ließ ihr eine traditionelle jüdische Erziehung angedeihen und verheiratete sie 1783 an seinen Schüler, den Bankier Simon Veit. Von den vier aus dieser Ehe stammenden Söhnen überlebten nur zwei das frühe Kinderalter. Im literarischen Salon der Henriette Herz traf Dorothea 1797 den acht Jahre jüngeren Literaten, Publizisten und Philosophen Friedrich Schlegel. Sie verließ seinetwegen ihren Mann (die Ehe wurde 1799 geschieden) und zog nach Jena, wo sie im Hause August Wilhelm Schlegels aufgenommen wurde. In der titelgebenden Figur von Friedrichs erotisch emanzipiertem Skandalroman Lucinde (1799) erkannten die Zeitgenossen ein Porträt der Dorothea Veit. Aus finanzieller Notlage begann Dorothea, die bereits vorher Übersetzungen aus dem Französischen publiziert hatte, mit dem Schreiben von Romanen. Florentin (1801), ein Werk im Gefolge von Goethes epochalem Bildungsroman Wilhelm Meisters Lehrjahre (1795/96), erschien anonym, herausgegeben von ihrem Ehemann. Ebenfalls in die Jenaer Zeit fallen ihre Rezensionen für die sechs Hefte von Friedrich Schlegels Zeitschrift Athenaeum.

1802 ging Dorothea mit Friedrich Schlegel nach Paris und ließ sich dort evangelisch taufen; 1804 begleiteten beide die Brüder Boisserée auf einer Frankreichreise. Ihre literarische Arbeit stand auch in weiterer Folge in engem Zusammenhang mit Friedrich Schlegels Projekten. Sie verfasste Rezensionen für seine zweite Zeitschrift Europa und übersetzte die Geschichte des Zauberers Merlin, integriert in die von ihrem Mann herausgegebene Sammlung romantischer Dichtungen des Mittelalters (1804). 1804 zogen sie nach Köln, wo Dorothea die Rittergeschichte Loher und Maller (1805) und den Roman Corinne der Madame de Staël (1807, 4 Bde.) übersetzte, beide Werke wurden von Friedrich Schlegel herausgegeben und lange ihm zugeschrieben. 1808 konvertierten Dorothea und Friedrich zum Katholizismus und erneuerten ihre in Paris geschlossene Ehe, im selben Jahr übersiedelten sie nach Wien, wo Friedrich die Stelle eines Hofsekretärs erhielt.

In den Jahren nach dem Wiener Kongress wirkte das Ehepaar Schlegel an der kulturkonservativen katholischen Restauration entscheidend mit. Nach dem Tod ihres Mannes zog Dorothea 1829 zu ihrem Sohn Philipp, der dem Malerbund der Nazarener angehörte. Dorothea von Schlegel starb am 3. August 1839 in Frankfurt/Main.

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