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Windows Live® Suchergebnisse TotstellverhaltenEnzyklopädieartikel
Totstellverhalten, eine von vielen Tierarten gezeigte Form der Feindvermeidung, wobei das bedrohte Tier regungslos verharrt. Der biologische Sinn des Totstellverhaltens liegt einerseits darin begründet, dass räuberische Tiere die Instinkthandlung des Beutefangs nur vollenden, wenn die Beute dabei bestimmte Auslöser in ihrem Verhalten zeigt. Manche Räuber fressen ausschließlich Beutetiere, die sie vorher selbst gejagt haben oder die erkennbar noch lebendig sind. Außerdem sind manche Angreifer nicht in der Lage, ein bewegungsloses Tier zu erkennen. Totstellen ist oft das letzte Mittel, wenn Flucht nicht mehr möglich ist; viele Räuber lassen sich dadurch allerdings nicht täuschen. Manche Käfer lassen sich zu Boden fallen, wenn sie berührt werden, legen Beine und Fühler an und bleiben regungslos auf dem Rücken liegen. Ein komplexes Totstellverhalten, bei dem eine tödliche Verletzung simuliert wird, zeigen nur wenige Arten, beispielsweise die Ringelnatter: Ihr gesamter Körper erschlafft, die Schlange dreht sich auf den Rücken, dreht ihre Pupillen nach unten und bleibt bewegungslos liegen. Oft streckt sie außerdem die Zunge heraus, und gelegentlich wird sogar ein wenig mit Blut vermischter Speichel abgesondert, um die Täuschung perfekt zu machen. Die Unterscheidung eines speziellen Totstellverhaltens von der allgemeineren Akinese ist nicht immer eindeutig. In vielen Fällen dürfte ein scheinbares Totstellen bzw. der Totstellreflex weniger eine Anpassung sein, sondern eher vom Schock einer Attacke herrühren.
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