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  • Transzendenz – Wikipedia

    Transzendenz (von lat. transcendere „übersteigen“) bedeutet Überschreiten von Grenzen des Verhaltens, Erlebens und Bewusstseins, sowie das Sichbefinden jenseits dieser ...

  • Santiago Verlag: Detailinformation

    Der Blickwinkel dieses Buches ist auf das Erleben der Menschen und die „Spuren“ der Transzendenz in ihren Schilderungen gerichtet. 2007 fand der dritte Kongress über dieses ...

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    Immer wieder berichten Menschen, die im Zusammenhang mit Unfällen oder Operationen dem Tod sehr nahe waren, von beeindruckenden Erfahrungen, die sie in dieser Phase gemacht haben.

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Transzendenz

Enzyklopädieartikel

Transzendenz (lateinisch transcendere: hinübergehen, überschreiten), der Bereich der Welt, der nicht mit den Sinnen erfahrbar, sondern nur durch Intuition erkennbar und im Glauben als Sphäre des Übernatürlichen, Göttlichen erlebbar ist.

In der Philosophie wird unter Transzendenz dasjenige verstanden, was sich der Alltagserfahrung entzieht oder verbirgt. Für die idealistischen Philosophien, die von der Zweiteilung der Welt in Wesen und Erscheinung ausgehen (siehe Höhlengleichnis), bedeutet die Sphäre der Transzendenz den Bereich des Wesens und der Wahrheit. In der Immanenz, dem Gegensatz zur Transzendenz, herrscht das Seiende vor, in der Transzendenz das Sein. Transzendent sind Vorstellungen wie Unendlichkeit, Ewigkeit, das universale Sein als das Wesen des Seienden sowie Gott, dem alle diese Begriffe als Eigenschaften zukommen.

In der Existenzphilosophie beschäftigte sich insbesondere Karl Jaspers mit dem Wesen der Transzendenz. Sie ist für ihn das „Umgreifende”, das Absolute bzw. der Ursprung des Seins. Philosophieren heißt für Jaspers transzendieren: ein Denken, das die Grenzen des menschlichen Wesens sowohl im Bezug auf die Welt als ganze wie auf den jeweils konkreten Anderen immer wieder neu auslotet.

Materialistische, insbesondere marxistische Denker lehnen in der Regel die Transzendenz, besonders die göttliche, als philosophischen Gegenstand ab, da sie alle Entwürfe des Jenseitigen als „Projektion der menschlichen Wünsche in den Himmel” (Ludwig Feuerbach) ansehen. Eine Ausnahme hiervon stellt Ernst Bloch dar, dessen Werk von dem Versuch geprägt ist, mit Hilfe der zentralen Kategorie der Utopie Marxismus und Transzendenzprinzip zu versöhnen. Der Mensch lebt nach Bloch in einer entfremdeten und entfremdenden Gesellschaft aus seiner Hoffnung heraus, welche die Gegenwart auf eine bessere Zukunft hin transzendiert und so die verschiedensten Arten von Utopien produziert, die als lichtgebender Funke und Sinnhorizont im „Dunkel des gelebten Augenblicks” erfahren werden.

Friedrich Nietzsche diagnostiziert dagegen mit seiner berühmten Aussage „Gott ist tot. Wir haben ihn getötet.” das Ende der Transzendenz und sieht sich wie Sigmund Freud am „Ende einer Illusion”. Das Bemühen um das Verständnis des Transzendenten kann daher nur noch eine Kompensation des schlechten Diesseits darstellen, aus dem man sich hinwegträumt. Ein derartiger Eskapismus scheint auch die Ursache dafür zu sein, dass das Transzendente in der Esoterik und in der Bewegung des New Age eine bedeutende Rolle spielt.

Der Begriff „transzendent” darf nicht mit dem Begriff transzendental verwechselt werden, der von Immanuel Kant geprägt wurde.

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