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  • Platons Höhlengleichnis

    Das Höhlengleichnis In seiner Politeia diskutiert Platon die Möglichkeit einer idealen Staatsordnung. Bei der Frage, ob und wie die Menschen gebildet werden können, verwendet ...

  • Höhlengleichnis – Wikipedia

    Das Höhlengleichnis ist eines der bekanntesten Gleichnisse der antiken Philosophie. Es stammt vom griechischen Philosophen Platon (427 v. Chr. bis 347 v.

  • Projekt Gutenberg-DE - Kultur - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

    106. a) Das Höhlengleichnis. Beschreibung der Lage der Gefangenen. Nächstdem, sprach ich, vergleiche dir unsere Natur in bezug auf Bildung und Unbildung folgendem Zustande.

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Höhlengleichnis

Enzyklopädieartikel

Höhlengleichnis, berühmtes philosophisches Gleichnis, mit dessen Hilfe Platon in seinem Werk Politeia (Der Staat) den Weg der Erkenntnis vom einfachen Alltagsbewusstsein zur Idee des Guten veranschaulicht.

In einer Höhle sind Gefangene von Kind an so gefesselt, dass ihnen der Blick nur in eine Richtung auf die Höhlenwand ihnen gegenüber möglich ist. Hinter ihnen befindet sich ein Feuer und eine halbhohe Wand, hinter der die verschiedensten Gegenstände hin- und hergetragen werden, deren Schatten sich auf der Höhlenwand bewegen und von den Gefangenen für die Dinge selbst gehalten werden. Erst nach gelungener Befreiung kann der Einzelne zur Erkenntnis gelangen, dass er bislang nur schattenhafte Abbilder der Dinge für die Wirklichkeit gehalten hat. Wird er gegen seinen Willen aus der Höhle ans Licht geführt, so ist er zunächst von der Helligkeit geblendet und vermag nur die Spiegelbilder der Dinge im Wasser anzuschauen, dann die Dinge selbst und erst ganz zum Schluss die Sonne.

Platon zeigt vier Stufen des Bewusstseins, die der Mensch durchlaufen muss, um zur Erkenntnis des Höchsten, der alles bescheinenden und erzeugenden Sonne, der „Idee des Guten” zu gelangen. Zuerst herrscht der Schein, das Alltagsbewusstsein der Masse vor, das auf dem unerschütterten Vertrauen auf die Erkenntnisfähigkeit der Sinne beruht, diese sinnliche Gewissheit für die wahre Erkenntnis der Welt hält und daher beständigem Irrtum unterworfen ist. Die nächste Stufe verkörpert derjenige, der sich von den Fesseln dieser Beschränkung löst und den Unterschied zwischen dem Gegenstand und seinem Schattenriss erkennt, also zwischen dem Wesen der Dinge und ihrer Erscheinung. Erst derjenige, der sich aus der Höhle befreit, hat die Stufe der Vernunfteinsicht erreicht, verbleibt allerdings noch im Bereich des Verstandes, der ihm nicht ermöglicht, die „Idee des Guten” zu erkennen, der letzten und höchsten Stufe der Erkenntnis.

Das Gleichnis demonstriert Platons Zweiweltentheorie von der unbeständigen und scheinhaften Welt der Dinge, wie sie das Dunkel der Höhle versinnbildlicht, und der wahren Welt der Ideen, die vom Licht erleuchtet wird.

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