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    Hans Richter (* 6. April 1888 in Berlin; † 1. Februar 1976 bei Locarno, Schweiz) war ein deutscher Maler, Graphiker, Kunstschriftsteller und Filmkünstler.

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Hans Richter

Enzyklopädieartikel

Hans Richter, (1888-1976), deutsch-amerikanischer Künstler, der vor allem als Experimentalfilmer, Maler und Bildhauer aus dem Umkreis des Dadaismus bekannt wurde.

Hans Richter wurde am 6. April 1888 in Berlin geboren. Nach einem Studium der Architektur und bildenden Kunst an der Kunstakademie in Berlin und an der Kunstschule in Weimar (1906-1909) stand er 1912/13 in engem Kontakt zur Künstlergruppe „Der Sturm”. 1916 schloss er sich der Dada-Bewegung in Zürich an, malte abstrakte Gemälde und schuf als Pionier auf diesem Gebiet erste experimentielle Filme (Rollbilder, „scrolls”). 1921 produzierte er seinen ersten abstrakten Film (Rhythmus 21). Eher dem Geist des Surrealismus verpflichtet waren Filme wie Vormittagsspuk (1928).

Vor dem Nationalsozialismus suchte Richter Zuflucht in Russland, Frankreich und Holland, bis ihm schließlich in der Schweiz Exil gewährt wurde. Bis 1940 arbeitete Richter als Filmproduzent, Regisseur und Kritiker in Zürich. 1941 übersiedelte er nach New York, wo er sich verschiedenen Künstlergruppen anschloss. Zwischen 1942 und 1956 hatte Richter zudem die leitende Professur am Filminstitut in New York inne. Dort entstanden u. a. die berühmten Experimentalfilme Dreams that Money can buy (1944-1947; Mitarbeiter waren Alexander Calder, Marcel Duchamp, Max Ernst, Fernand Léger und Man Ray), 8x8 (1956) und Dadascope (1956-1961). In den sechziger Jahren wandte sich Richter tradierten Techniken der Malerei zu und schuf vornehmlich montierte Bilder (Collagen).

Richter trat auch als Kunstschriftsteller hervor. Seine Bücher Dada-Profile (1961) und Dada – Kunst und Antikunst (1964) sind wichtige Quellenwerke.

Hans Richter starb am 1. Februar 1976 in Locarno.

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