![]() |
Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse Jahresrückblick 2002Enzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Einleitung; Januar; Februar; März; April; Mai; Juni; Juli; August; September; Oktober; November; Dezember
Im Folgenden werden die wichtigsten Ereignisse des Jahres 2002 chronologisch aufgelistet.
1. Januar: Die gemeinsame europäische Währung Euro wurde als Bargeld eingeführt. Der Schweizer Film- und Theaterschauspieler Paul Hubschmid starb im Alter von 84 Jahren in Berlin. 6. Januar: Der deutsche Skispringer Sven Hannawald gewann überlegen die Internationale Vierschanzentournee. Als erstem Athleten in der 50-jährigen Geschichte dieses Wettbewerbs gelang es ihm, alle vier Einzelspringen in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen für sich zu entscheiden. 8. Januar: In Moskau starb der russische Physiknobelpreisträger (1964) Aleksandr Michaijlowitsch Prochorow im Alter von 85 Jahren. 11. Januar: Nach einem Gespräch zwischen der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel und dem CSU-Vorsitzenden Edmund Stoiber erklärte Merkel ihren Verzicht auf die Kanzlerkandidatur. Der Vorstand der CDU billigte daraufhin einstimmig den Vorschlag der CSU, Stoiber für die Bundestagswahl im Herbst 2002 zum Herausforderer von Gerhard Schröder zu ernennen. 12. Januar: Der frühere amerikanische Außenminister (1977-1980) Cyrus Vance starb im Alter von 84 Jahren in New York. 15. Januar: Das deutsche Bundesverfassungsgericht erklärte das Schächten, eine von Muslimen praktizierte Schlachtmethode, bei der Schlachttieren ohne Betäubung die Kehle durchgeschnitten wird, aus Gründen der Religionsfreiheit für zulässig. Das Urteil wurde nicht nur von Tierschützern, sondern u. a. auch von führenden SPD- und CDU-Politikern heftig kritisiert. 17. Januar: Das Berliner Abgeordnetenhaus wählte – drei Monate nach den Neuwahlen – einen neuen, von SPD und PDS gebildeten Senat. Regierender Bürgermeister blieb Klaus Wowereit (SPD), sein Stellvertreter und zugleich Wirtschaftssenator wurde Gregor Gysi (PDS). Der Ausbruch des Nyiragongo im Osten der Demokratischen Republik Kongo löste eine Massenflucht aus – rund 400 000 Menschen verließen das von der Eruption betroffene Gebiet. Große Teile der Stadt Goma wurden von einem etwa 300 Meter langen Lavastrom zerstört. Der spanische Schriftsteller Camilo José Cela, Literaturnobelpreisträger 1989, starb mit 85 Jahren in Madrid. 21. Januar: Die amerikanische Jazzsängerin Peggy Lee starb 81-jährig in Los Angeles (Kalifornien). 23. Januar: Der renommierte französische Soziologe Pierre Bourdieu starb im Alter von 71 Jahren in Paris. Der 18-jährige Ukrainer Ruslan Ponomarjow wurde durch den Finalsieg gegen seinen Landsmann Wassili Iwantschuk neuer Schachweltmeister des Weltschachverbandes FIDE. Damit ist er der jüngste Titelträger in der Geschichte des Schachsports. 24. Januar: Der 57-jährige österreichische Schriftsteller Franz Innerhofer wurde in seiner Grazer Wohnung tot aufgefunden. 27. Januar: Der frühere nordrhein-westfälische Ministerpräsident (1958-1966) Franz Meyers starb im Alter von 93 Jahren in Mönchengladbach. 28. Januar: Die schwedische Schriftstellerin Astrid Lindgren starb mit 94 Jahren in Stockholm. Mit Büchern wie Pippi Langstrumpf, Die Kinder von Bullerbü oder Michel von Lönneberga war sie die weltweit erfolgreichste Kinderbuchautorin geworden. 30. Januar: Der Deutsche Bundestag entschied mit einer parteiübergreifenden Mehrheit von 340 zu 265 Stimmen, die Forschung an importierten embryonalen Stammzellen unter strengen Auflagen zuzulassen. Die parlamentarische Geschäftsführerin der grünen Fraktion im Deutschen Bundestag und Vorsitzende der Hamburger GAL, Kristin Heyne, starb im Alter von 49 Jahren in Berlin. Die amerikanische Photographin Inge Morath, eine gebürtige Österreicherin, starb 78-jährig in New York.
1. Februar: Die deutsche Schauspielerin und Sängerin Hildegard Knef starb 76-jährig in Berlin. Sie war der erste Star des deutschen Nachkriegsfilms, Anfang der fünfziger Jahre gelang ihr der Sprung nach Hollywood. 6. Februar: Der britische Chemiker und Nobelpreisträger (1962) Max Ferdinand Perutz starb im Alter von 87 Jahren in Cambridge (England). Vom 6. bis zum 17. Februar fanden die 52. Internationalen Filmfestspiele von Berlin statt. 23 Filme aus aller Welt konkurrierten um den Goldenen Bären. Den Hauptpreis teilten sich Sen to Chihiro no Kamikakushi von Hayao Miyazaki und Bloody Sunday von Paul Greengrass. 8. Februar: Vom 8. bis zum 24. Februar fanden in Salt Lake City (US-Bundesstaat Utah) die XIX. Olympischen Winterspiele statt. In sieben wintersportlichen Disziplinen und 78 Wettkämpfen wurden Medaillen vergeben. Die erfolgreichste Nation war Norwegen mit 13 Gold-, fünf Silber- und sieben Bronzemedaillen, gefolgt von Deutschland (12–16–8) und den USA (10–13–11). Als erfolgreichster Teilnehmer erwies sich der norwegische Biathlet Ole Einar Björndalen, der vier Goldmedaillen gewann. Die deutsche Meeresbiologin Elisabeth Mann-Borgese, Mitbegründerin des Club of Rome und jüngste Tochter des Schriftstellers Thomas Mann, starb 83-jährig in Sankt Moritz (Schweiz). 9. Februar: Prinzessin Margaret, die jüngere Schwester der britischen Königin Elisabeth II., starb im Alter von 71 Jahren in London an den Folgen eines Schlaganfalls. 12. Februar: Vor dem Internationalen Tribunal für Verbrechen im früheren Jugoslawien begann der Prozess gegen den früheren jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosević. Die Anklage lautete auf Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord. Mit seinem Besuch bei dem irakischen Diktator Saddam Hussein löste der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider in Österreich eine schwere innenpolitische Krise aus. 14. Februar: Das Königreich Bahrain wurde in eine konstitutionelle Monarchie umgewandelt. 15. Februar: In den USA wurde als sechste geklonte Säugetierart (nach Hausmäusen und verschiedenen Paarhuferarten) ein geklontes Kätzchen vorgestellt, das sich farblich jedoch von der DNA-Spenderkatze unterschied. 19. Februar: In Österreich löste Mathias Reichhold (FPÖ) die nach nur 15 Monaten zurückgetretene Monika Forstinger im Amt des Verkehrsministers ab. 22. Februar: Jonas Savimbi, der Führer der angolanischen Befreiungsbewegung UNITA, wurde während eines Feuergefechts mit Regierungstruppen getötet. Die deutsche Schauspielerin Barbara Valentin starb 61-jährig in München. 25. Februar: Nach dem Rücktritt von Cassam Uteem wurde Karl Offmann zum neuen Präsidenten von Mauritius gewählt. 27. Februar: In Bonn wurde die erste von insgesamt sieben deutschen Drogenambulanzen eröffnet, in denen sich Abhängige bis zu dreimal täglich unter ärztlicher Aufsicht Heroin injizieren können. 28. Februar: Der vom Europäischen Rat im Dezember 2001 beschlossene Konvent zur Reform der Europäischen Union (EU) trat unter dem Vorsitz von Valéry Giscard d’Estaing zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen.
3. März: Bei einer Volksabstimmung entschieden sich die Schweizer mit 54,6 Prozent der Stimmen für den Beitritt ihres Landes zu den Vereinten Nationen. 5. März: Nach langwierigen Auseinandersetzungen zwischen den maßgeblichen Albaner Parteien wurde Ibrahim Rugova zum Präsidenten der autonomen Provinz Kosovo gewählt. 8. März: Das Bundesverwaltungsgericht in Berlin entschied, dass die bei der Gauck-Behörde lagernden Stasi-Akten von Altbundeskanzler Helmut Kohl nicht veröffentlicht werden dürfen. 10. März: Aus den Präsidentschaftswahlen in der Republik Kongo ging der Amtsinhaber Denis Sassou-Nguesso mit etwa 90 Prozent der Stimmen klar als Sieger hervor. 11. März: Robert Mugabe gewann die Präsidentschaftswahl in Simbabwe gegen seinen Herausforderer Morgan Tsvangirai. Opposition und zahlreiche Staaten bezeichneten die Wahlen als unfair und manipuliert und erkannten das Ergebnis nicht an. Die deutsche Journalistin und Publizistin Marion Gräfin Dönhoff, ab 1968 Chefredakteurin und später Herausgeberin der Wochenzeitung Die Zeit, starb im Alter von 92 Jahren auf Schloss Crottorf im Siegerland. Der amerikanische Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger (1981) James Tobin starb im Alter von 84 Jahren in New Haven (Connecticut). Der Mitbegründer der Faxtechnik, Rudolf Hell, starb im Alter von 100 Jahren in Kiel. 13. März: In der Resolution 1397 sprach der UN-Sicherheitsrat erstmals von einem „Staat Palästina”. 14. März: Hans-Georg Gadamer, einer der bedeutendsten deutschen Philosophen des 20. Jahrhunderts, starb im Alter von 102 Jahren in Heidelberg (Baden-Württemberg). Mit seinem Hauptwerk Wahrheit und Methode (1960) wurde er Begründer der Hermeneutik. Vertreter Serbiens, Montenegros und der Bundesrepublik Jugoslawien einigten sich auf eine Neuordnung ihrer Föderation, die künftig Serbien und Montenegro heißen soll. 17. März: Aus den vorgezogenen Parlamentswahlen in Portugal ging der bisher oppositionelle liberal-konservative Partido Social Democrata (PSD) mit 105 der insgesamt 230 Mandate als stärkste Fraktion hervor. Am 6. April wurde der PSD-Vorsitzende Durão Barroso als neuer Ministerpräsident vereidigt. Auf ihrem Parteitag in Berlin verabschiedeten Bündnis 90/Die Grünen ein neues Grundsatzprogramm, in dem sie sich vom Prinzip der Gewaltfreiheit verabschiedeten. Die deutsche Schriftstellerin Luise Rinser starb 90-jährig in Unterhaching (Bayern). 19. März: In Reaktion auf die umstrittene Präsidentschaftswahl vom 11. März suspendierte das Commonwealth die Mitgliedschaft Simbabwes. 20. März: Der italienische Arbeitsrechtler und Berater der Regierung Berlusconi, Marco Biagi, fiel in Bologna einem Attentat zum Opfer, zu dem sich die Roten Brigaden bekannten. 21. März: Die Philipp Holzmann AG, einst größter Baukonzern Deutschlands, stellte beim Amtsgericht Frankfurt einen Antrag auf Insolvenz. Damit war der Versuch, das angeschlagene Unternehmen vor der Pleite zu bewahren, endgültig gescheitert. 22. März: Der Bundesrat verabschiedete in einer außerordentlich umstrittenen Entscheidung das von der rotgrünen Bundesregierung eingebrachte Zuwanderungsgesetz. Gegen das Gesetz reichte die Opposition Klage beim Bundesverfassungsgericht ein. 23. März: Bei der größten Massendemonstration in Italien seit 1945 protestierten in Rom zwei Millionen Menschen gegen die von der Regierung Berlusconi geplante Lockerung des Kündigungsschutzes. 24. März: Bei der 74. Oscar-Verleihung, die im neu erbauten Kodak Theatre in Los Angeles (Kalifornien) stattfand, wurde A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn von Ron Howard, ein Werk über den schizophrenen Mathematiker und Nobelpreisträger John F. Nash, in den Kategorien Bester Film und Beste Regie ausgezeichnet. Denzel Washington und Halle Berry erhielten einen Academy Award als beste Hauptdarsteller. 27. März: Die Arabische Liga trat zu ihrem halbjährlichen Gipfeltreffen zusammen. Zentrales Thema war der von dem saudi-arabischen Kronprinzen Abdullah vorgelegte, international begrüßte Friedensplan für den Nahen Osten. Der ehemalige Sozialminister von Rheinland-Pfalz, Florian Gerster (SPD), übernahm das Amt des Vorstandsvorsitzenden der Bundesanstalt für Arbeit. Er löste Bernhard Jagoda ab, unter dessen Führung es zu erheblichen Fehlern in der Vermittlungsstatistik gekommen war. Der in Österreich geborene amerikanische Filmregisseur und Drehbuchautor Billy Wilder, bekannt vor allem durch seine bissig-satirischen Komödien wie Manche mögen’s heiß (1959), starb 95-jährig in Beverly Hills (Kalifornien). Der deutsche Kabarettist Matthias Beltz starb im Alter von 57 Jahren in Frankfurt/Main. 29. März: Im Rahmen ihrer größten Militäroffensive seit 20 Jahren rückte die israelische Armee in die palästinensischen Autonomiegebiete im Westjordanland ein und stürmte u. a. auch Jasir Arafats Amtssitz in Ramallah. 30. März: Queen Mum, die Witwe König Georgs VI. und Mutter von Königin Elisabeth II., starb im Alter von 101 Jahren in Windsor Castle.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |