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Windows Live® Suchergebnisse HydrolasenEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Hydrolasen, zu den Lyasen gehörende Gruppe von über 200 Enzymen, die die Abspaltung von Wasser (H2O) aus Substratmolekülen oder die umgekehrte chemische Reaktion katalysieren. Die Hydrolasen spielen u. a. bei der Verdauung eine große Rolle. Ihre Bezeichnung ist vom Begriff Hydrolyse abgeleitet.
Allgemein lassen sich die Hydrolasen in vier Gruppen einteilen: Die Esterasen brechen Esterbindungen zwischen einer Carbonsäure und einem Alkohol auf. In diese Gruppe gehören z. B. die Lipasen, die Fette in Glycerin und Fettsäuren aufspalten. Sie werden in der Bauchspeicheldrüse sowie in Darmwand und Leber gebildet und bei der Fettverdauung durch Gallensäuren aktiviert. Weitere Beispiele für Lipasen sind die Phosphatasen, die auf entsprechende Phosphorverbindungen einwirken, so beispielsweise die Nucleasen, die Nucleinsäuren hydrolysieren. Die Glykosidasen brechen in Kohlenhydraten Bindungen zwischen Einheiten von Zuckermolekülen auf. Zu dieser Gruppe zählen beispielsweise die Amylasen, die Glykoside spalten. Die Desaminasen, darunter Arginase und Urease, brechen Säureamidbindungen auf; siehe Amide. Und schließlich spalten die Proteasen die Peptidbindungen zwischen der Carboxylgruppe einer Aminosäure und der Aminogruppe einer anderen Aminosäure auf. In diese Gruppe gehören z. B. die Verdauungsenzyme Trypsin und Pepsin.
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