Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Ranil Wickremasinghe

Windows Live® Suchergebnisse

  • Ranil Wickremasinghe - Wikipedia, the free encyclopedia

    Hon Ranil Shriyan Wickramasinghe MP LLB (born March 24, 1949) is a Sri Lankan politician and current Leader of the Opposition. He was Prime Minister twice, from May 7, 1993 to ...

  • Rajapakse, Mahinda - Fischer Weltalmanach: Biographien

    Während der konfliktreichen Kohabitation der Präsidentin Chandrika Bandaranaike Kumaratunga und dem Ministerpräsidenten Ranil Wickremasinghe 2002-04 war Rajapakse ...

  • inAsien:

    Das hat Staatspräsidentin Chandrika Kumaratunga jüngst mit ihrem ungewöhnlichen Beschluss bewiesen, den gerade in Amerika weilenden Regierungschef Ranil Wickremasinghe daheim um ...

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

Ranil Wickremasinghe

Enzyklopädieartikel

Ranil Wickremasinghe (*1949), sri-lankischer Politiker, Ministerpräsident von Sri Lanka (1993/94 und 2001-2004).

Ranil Wickremasinghe wurde am 24. März 1949 als Sohn des bedeutendsten Zeitungsverlegers Sri Lankas geboren und ist Neffe des früheren Ministerpräsidenten und ersten Staatspräsidenten, Junius R. Jayawardene. Nach seinem Jurastudium an der Universität von Colombo praktizierte Wickremasinghe als Rechtsanwalt, bis er 1977 ins Parlament gewählt und sogleich, im Alter von nur 28 Jahren, als stellvertretender Außenminister in das Kabinett seines Onkels berufen wurde. Ein Jahr später stieg er zum Minister für Jugend und Beschäftigung auf, 1980 kam das Ressort für Erziehung hinzu. Nach der Wahl von Ranasinghe Premadasa zum Staatspräsidenten 1989 folgte ihm Wickremasinghe als Parlamentspräsident nach, zugleich trat er als Minister für Industrie, Wissenschaft und Technologie in die Regierung ein. In diesen Funktionen forcierte er die zweite Phase der tief greifenden Umwandlung des Wirtschafts- und Finanzsystems, das unter der Regierung von Sirimawo Bandaranaike weitgehend sozialistisch organisiert worden war.

1993 übernahm Wickremasinghe das Amt des Regierungschefs, musste es nach den Parlamentswahlen 1994 jedoch an die Wahlsiegerin Chandrika Kumaratunga abtreten und übernahm als neuer Vorsitzender der United National Party (UNP) die Führung der Opposition. 1999 unterlag er auch bei der Präsidentschaftswahl Chandrika Kumaratunga. Aber bei den vorgezogenen Parlamentswahlen im Dezember 2001 führte er die UNP mit dem Versprechen, den Bürgerkrieg zu beenden, zum Sieg. Wenige Tage nach den Wahlen wurde er von der Präsidentin zum Ministerpräsidenten ernannt.

Unmittelbar nach seinem Amtsantritt nahm Wickremasinghe Verhandlungen mit der tamilischen Rebellenorganisation LTTE auf und brachte bereits zwei Monate später ein Waffenstillstandsabkommen mit den Rebellen zustande. Im Dezember 2002 gelang ein erster Durchbruch bei den im Sommer aufgenommenen Friedensverhandlungen: Regierung und LTTE einigten sich auf ein Rahmenabkommen für eine Autonomieregelung für die tamilische Bevölkerung Sri Lankas. In der Folgezeit gab es bei weiteren Verhandlungen einige Fortschritte in Bezug auf die Ausgestaltung des Abkommens; aber im Frühjahr 2003 stockten die Friedensverhandlungen wieder, und im Herbst 2003 kamen sie schließlich ganz zum Erliegen. Verantwortlich dafür war zu einem großen Teil der seit Wickremasinghes Amtsantritt andauernde Machtkampf zwischen ihm, der zu Zugeständnissen gegenüber den Tamilen (bis hin zu weitgehender Autonomie) bereit war, und der Präsidentin, die am Zentralstaat festhielt und eher zu Repression gegenüber der LTTE tendierte. Vor dem Hintergrund dieses Machtkampfes löste Kumaratunga im November 2003 das Parlament auf und setzte einige von Wickremasinghes Ministern ab.

Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen vom 2. April 2004 musste Wickremasinghes UNP empfindliche Einbußen hinnehmen und ihre Position als stärkste Partei im Parlament an Kumaratungas United People’s Freedom Alliance (UPFA) abgeben. Nur vier Tage nach den Wahlen wurde Wickremasinghe als Ministerpräsident durch Mahinda Rajapakse (UPFA) ersetzt. Bei den Präsidentschaftswahlen im November 2005, zu denen er als aussichtsreichster Rivale des UPFA-Kandidaten Rajapakse antrat, unterlag er knapp mit 48,4 Prozent der Stimmen.

In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft