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Windows Live® Suchergebnisse Hu JintaoEnzyklopädieartikel
Hu Jintao (*1942), chinesischer Politiker, Generalsekretär der Kommunistischen Partei Chinas (seit 2002), Staatspräsident von China (seit 2003). Hu Jintao wurde im Dezember 1942 in Jixi in der Provinz Anhui geboren. Nach dem Schulbesuch studierte er ab 1959 an der Technischen Hochschule in Peking Wasserkraftwerksbau, schloss sein Studium 1965 als Ingenieur ab, blieb aber bis 1968 an seiner Hochschule und war nun in der Forschung tätig. Daneben engagierte er sich, seit 1964 Mitglied der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh), als politischer Instrukteur. 1968 wurde er in die nordchinesische Provinz Ganzhou entsandt. Dort war er zunächst beim Amt für Bauprojekte des Ministeriums für Wasserbau und Elektrizitätswesen beschäftigt. 1974 wechselte er zur Aufbaukommission der Provinz Ganzhou, war von 1975 bis 1980 bei der Aufbaukommission stellvertretender Leiter des Büros für Planung, als der er auch am Bau von Wasserkraftwerken am Huang He beteiligt war, und von 1980 bis 1982 war er Vizepräsident der Aufbaukommission. Daneben amtierte er ab 1980 als Sekretär des Kommunistischen Jugendverbands (KJV) in der Provinz Ganzhou. 1982 wurde Hu Jintao – vorgesehen für eine Karriere als Spitzenkader – in Peking zum Kandidaten des Zentralkomitee (ZK) der KPCh gewählt. Anschließend kehrte er als Sekretär des V. Komitees des KJV nach Ganzhou zurück, stieg noch 1982 in das ZK des KJV auf und wurde 1984 Erster Sekretär des ZK des KJV. 1985 wechselte er als Sekretär des Parteikomitees in die südchinesische Provinz Guizhou. 1988 übernahm Hu Jintao als erster Zivilist das Amt des Parteichefs in der Autonomen Region Tibet. Nur wenige Monate nach seinem Amtsantritt verhängte er im März 1989 für ein Jahr das Kriegsrecht, nachdem es erneut zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Tibetern und chinesischem Militär gekommen war. Daneben bemühte sich Hu Jintao aber auch mit einigem Erfolg um den Aufbau der Wirtschaft – immerhin war er auch aufgrund seiner Erfahrungen in den wenig entwickelten Provinzen Ganzhou und Guizhou nach Tibet entsandt worden. 1992 wurde Hu Jintao auf dem XIV. Parteitag der KPCh in das ZK, das Politbüro, den Ständigen Ausschuss des Politbüros und das ZK-Sekretariat gewählt. Mit knapp 50 Jahren war er damals das mit Abstand jüngste Mitglied der chinesischen Parteiführung und wurde insbesondere im Westen als eine der kommenden Führungspersönlichkeiten derjenigen Generation gewertet, die – anders als die Generation, die noch die Spitzenfunktionen innehatte – erst nach der Gründung der Volksrepublik China 1949 ihre politische Karriere begonnen hatte. Im März 1998 wählte der Nationale Volkskongress Hu Jintao zum stellvertretenden Staatspräsidenten, während zugleich Jiang Zemin für weitere fünf Jahre im Amt des Staatspräsidenten bestätigt wurde. Im Jahr darauf wurde Hu Jintao außerdem stellvertretender Vorsitzender der Militärkommission beim ZK der KPCh und der Zentralen Militärkommission der Volksrepublik China. Damit war sein Weg an die Partei- und Staatsspitze de facto vorgezeichnet. Im November 2002 wurde Hu Jintao auf dem XVI. Parteitag der KPCh zum Nachfolger von Jiang Zemin im Amt des Generalsekretärs des ZK der KPCh gewählt, und im März 2003 wählte ihn der Nationale Volkskongress zum neuen Staatspräsidenten – auch in diesem Amt löste er Jiang Zemin ab. Im September 2004 folgte er Jiang Zemin als Vorsitzender der mächtigen Zentralen Militärkommission der KPCh nach, als dem ihm die mehr als zwei Millionen Mann starke chinesische Armee untersteht; und im März 2005 löste er schließlich Jiang Zemin noch als Vorsitzender des (weniger einflussreichen) staatlichen Zentralen Militärausschusses ab. Damit hatte Hu Jintao nun die einflussreichsten Ämter in China inne, und der gut zwei Jahre zuvor eingeleitete Generationswechsel an der Staatsspitze war abgeschlossen.
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