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Douglas Coupland

Enzyklopädieartikel

Douglas Coupland (*1961), kanadischer Schriftsteller. Mit seinem Roman Generation X (1991; Generation X) wurde er zu einem der am meisten gelesenen Nachwuchsautoren des ausgehenden 20. Jahrhunderts.

Coupland wurde am 30. Dezember 1961 auf dem NATO-Stützpunkt Baden-Söllingen (Baden-Württemberg) geboren, wo sein Vater als Militärarzt tätig war. 1965 kehrte die Familie ins kanadische Vancouver zurück. Nach dem Schulbesuch studierte Coupland Bildhauerei in Vancouver, Sapporo und Mailand.

Er war zunächst mit beachtlichem Erfolg als Bildhauer tätig, bis er seinen ersten Roman veröffentlichte, der in Nordamerika und Europa schlagartig zu einem Bestseller wurde und bald als „Kultbuch” galt. Generation X (1991; Generation X) schildert pointiert und mit beträchtlichem Witz die Lebenswirklichkeit einer Gruppe 25- bis 35-jähriger Wohlstandskinder, die die bunte Scheinwelt des Konsums durchschaut und den Glauben an mögliches „Yuppie-Glück” verloren haben und denen – auch angesichts der ökologischen Sünden ihrer Elterngeneration – zum Ende des Jahrtausends nichts bleibt als trauriger Fatalismus.

Coupland galt fortan als eine der überzeugendsten und kreativsten Stimmen seiner Generation und veröffentlichte in rascher Folge weitere Romane, die die Alltagskultur der nach 1960 Geborenen beschreiben und dabei die Mechanismen der postmodernen Spaßgesellschaft treffend analysieren. Shampoo Planet (1992; Shampoo Planet) widmet sich einem „Global Teen”, einem ehrgeizigen, markenversessenen Jungen, der sein Glück in äußeren Werten und einer Karriere bei einem Großkonzern zu erreichen hofft. Microserfs (1995; Microsklaven) ist ein kritisches Porträt der bei Computerfirmen angestellten und dort reich gewordenen Mittdreißiger, die den irrealen Kosmos ihres IT-Umfelds nicht zu verlassen vermögen. Merkmale von Couplands Prosa sind filmnahe, flüssige Erzählweise, witzige, temporeiche Dialoge und große Empathie für seine Figuren.

Nach Polaroids from the Dead (1996; Amerikanische Polaroids), einem Band mit skizzenhaften Texten und Polaroidphotos aus dem Amerika der neunziger Jahre, erschien Couplands nächster Roman Girlfriend in a Coma (1998; Girlfriend in a Coma), eine apokalyptische Weltuntergangsvision des ausgehenden Jahrtausends. Es folgten u. a. Miss Wyoming (2000; Miss Wyoming), eine Abrechnung mit der Postkartenwelt Hollywoods, die Familiengroteske All Families Are Psychotic (2001; Alle Familien sind verkorkst) und der Einsamkeitsroman Eleanor Rigby (2004; Eleanor Rigby).

Coupland, dessen Bücher durchwegs große internationale Verkaufserfolge waren, wandte sich Ende der neunziger Jahre neben der Schriftstellerei auch wieder der Bildhauerei sowie der Malerei, dem Design und der Photographie zu.

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