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Windows Live® Suchergebnisse TimalienEnzyklopädieartikel
Timalien, große Familie von Singvögeln, die mit etwa 270 Arten vor allem in den Tropen verbreitet ist. Timalien sind eine sehr verschiedengestaltige Gruppe, die eng mit Fliegenschnäppern, Grasmücken und Drosseln verwandt ist, manche Arten werden von Systematikern sogar in diese Familien gestellt. Die Abgrenzung der Familie ist bis heute umstritten, weil es kaum diagnostische Merkmale gibt, die Timalien eindeutig von anderen Vögeln trennen. Die Größe schwankt zwischen 10 und 30 Zentimetern; die afrikanischen Felsenhüpfer oder Stelzenkrähen, deren Zugehörigkeit zu den Timalien allerdings unklar ist, erreichen eine Größe von bis zu 50 Zentimetern. Die meisten Timalien besitzen einen relativ langen und dünnen Schnabel, der oft mehr oder weniger stark nach unten gekrümmt ist. Die Flügel sind normalerweise kurz und abgerundet, der Schwanz dagegen ist teilweise länger als der übrige Körper. Das Gefieder der Timalien ist oft unauffällig gefärbt, viele waldbewohnende Vertreter sind aber sehr bunt; in der Regel bestehen keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Die Beine sind relativ kurz und kräftig. Timalien sind vor allem in Süd- und Südostasien, im Malaiischen Archipel und in Australien sowie im tropischen Afrika verbreitet, vereinzelt kommen sie auch in Amerika und Europa vor. Die meisten Arten bewohnen das Strauchwerk dichter Wälder; sie können häufig nur schlecht fliegen und bevorzugen die hüpfende Fortbewegung am Boden. Timalien gehören zu den so genannten Weichfressern, die sich nicht von hartschaligen Samen, sondern vor allem von Insekten und anderen wirbellosen Tieren sowie von Früchten und Pflanzensäften ernähren. Sie leben oft gesellig in Scharen – auch mit anderen Vögeln zusammen – von sechs bis zwölf Individuen, brüten gemeinsam, verteidigen ihr Territorium und können eine komplexe Sozialstruktur entwickeln. Die sehr lebhafte und variable Kommunikation basiert vorwiegend auf Rufen. Manche Timalien leben dauerhaft monogam als Paar zusammen. Meist werden kugelförmige Nester im Busch angelegt, in denen jeweils zwei bis sieben Eier etwa zwei Wochen lang bebrütet werden; nach dem Schlüpfen bleiben die Jungen weitere zwei bis dreieinhalb Wochen im Nest. Die größten Timaliengattungen sind die Hähern ähnelnden Häherlinge, die Buschtimalien und die auch buschreiches Grasland bewohnenden Drosslinge. Der in Bergtälern Südasiens beheimatete und auf Hawaii eingeführte Sonnenvogel, wegen seines melodischen Gesangs auch Chinesische Nachtigall genannt, wird vielerorts als Käfigvogel bzw. in Volieren gehalten. Systematische Einordnung: Timalien bilden die Familie Timaliidae der Ordnung Passeriformes. Häherlinge bilden die Gattung Garrulax, Drosslinge die Gattung Turdoides und Buschtimalien die Gattung Stachyris. Der Sonnenvogel wird wissenschaftlich als Leiothrix lutea bezeichnet.
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