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Justine Henin-Hardenne

Enzyklopädieartikel

Justine Henin-Hardenne (*1982), belgische Tennisspielerin; Gewinnerin von sieben Grand-Slam-Turnieren, Olympiasiegerin 2004. Seit 2001 gehört sie zu den besten Spielerinnen im Damentennis.

Henin wurde am 1. Juni 1982 als Tochter eines Postbeamten in Lüttich geboren. Unter der Anleitung ihres Vaters begann sie im Alter von fünf Jahren mit dem Tennissport. Als sie nach dem frühen Tod ihrer Mutter zwölfjährig in einem Leistungszentrum des belgischen Tennisverbandes untergebracht worden war, stellten sich bald erste Erfolge ein, u. a. 1996 der Gewinn der U14-Weltmeisterschaft und der U14-Europameisterschaft sowie 1997 der Gewinn des Juniorinnenturniers bei den French Open. 1999 wechselte sie ins Profilager und gewann auf Anhieb ihr erstes Turnier.

Trainiert von Carlos Rodriguez, gelang Henin im Jahr 2000 der Sprung in die Top 50 der Weltrangliste. 2001 gewann sie drei Turniere, und sie stand im Finale von Wimbledon, wo sie der Amerikanerin Venus Williams unterlag; zudem holte sie zusammen mit Kim Clijsters den Fed-Cup gegen Spanien. Am Ende des Jahres belegte sie Rang sieben der Weltrangliste. Im ersten Halbjahr 2003 konnte sie zweimal die amerikanische Seriensiegerin Serena Williams bezwingen. Mit dem Sieg im Finale der French Open 2003 gegen ihre Landsfrau Kim Clijsters gelang ihr der erste Grand-Slam-Erfolg ihrer Karriere, dem binnen Jahresfrist zwei weitere folgten. Bei den US Open 2003 und bei den Australian Open 2004 setzte sich Henin erneut gegen Clijsters durch und erreichte damit Platz eins der Weltrangliste.

Am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankt, musste sie in der Folge ihre Teilnahme an den French Open und in Wimbledon absagen. Trotz dieses Handikaps im Vorfeld gewann sie bei den Olympischen Spielen in Athen 2004 die Goldmedaille; im Finale besiegte sie die Französin Amélie Mauresmo. Mit einem klaren Zweisatzerfolg gewann Henin 2005 gegen Mary Pierce zum zweiten Mal und gegen die Russin Swetlana Kusnezowa 2006 zum dritten Mal die French Open in Paris. 2006 wurde sie erstmals WTA-Weltmeisterin und kehrte mit ihrem Endspielsieg gegen Mauresmo nach zwei Jahren und zwei Monaten auf Platz eins der Weltrangliste zurück. Ihren vierten French-Open-Titel errang sie 2007 im Finale gegen die Serbin Ana Ivanović. Mit einem ungefährdeten Endspielsieg gegen Kusnezowa bei den US Open 2007 wurde Henin ihrer Favoritenrolle gerecht.

Henin ist eine Allroundspielerin, deren Spiel keine Schwächen aufweist. Ihre einhändige Rückhand ist die beste im gegenwärtigen Damentennis. Während ihrer Ehe (2002-2007) nahm sie unter dem Doppelnamen Henin-Hardenne an den Turnieren teil.

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