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Windows Live® Suchergebnisse CarotinoideEnzyklopädieartikel
Carotinoide, Sammelbezeichnung für Naturstoffe, die chemisch zur Klasse der Tetraterpene gezählt werden – die Tetraterpene haben ein Grundgerüst aus 40 Kohlenstoffatomen. Ihren Namen verdanken die Carotinoide den Carotinen, einer Gruppe ungesättigter Kohlenwasserstoffe, die in drei isomeren Formen vorkommen und erstmals 1831 von dem deutschen Chemiker Heinrich Wackenroder aus Karotten gewonnen wurden. Zur Gruppe der Carotinoide gehören die Carotine, deren chemische Abkömmlinge (Derivate) sowie die Xanthophylle (Blattgelb). Carotinoide sind in der Natur weit verbreitet und kommen sowohl in Pflanzen als auch in Tieren vor. Viele dieser Verbindungen fungieren als Pflanzen- oder Blütenfarbstoff (siehe Pigmente) und geben auch Vogelfedern (z. B. Flamingos) sowie manchen Krebstieren ihre charakteristische Farbe. Die Farbpalette dieser Substanzen reicht von Gelb über Orange bis Rot. Verantwortlich für die Farbgebung ist die besondere Molekülstruktur, die mehrere konjugierte Doppelbindungen aufweist. Manche Carotinoide sind allerdings nicht nur für die Farbgebung zuständig, wie etwa die Xanthophylle, die u. a. abgeworfenes Laub gelb bis braun verfärben. Es gibt auch Carotinoide, die bei der Photosynthese Lichtenergie übertragen. Diese wird zunächst absorbiert und zur Umwandlung in chemische Energie an das zentrale Chlorophyll weitergegeben. Andere Carotinoide sind auch an der Synthese von Vitaminen beteiligt. So wird beispielsweise β-Carotin im tierischen Organismus durch Enzyme in zwei Moleküle Vitamin A gespalten. Vitamin A ist u. a. wichtig für das Sehen und das Wachstum. Eine besondere chemische Eigenschaft der Carotinoide ist ihre sehr gute Fettlöslichkeit.
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