Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse TransferasenEnzyklopädieartikel
Transferasen, Hauptklasse von Enzymen, die Teile von Molekülen, wie z. B. Aminogruppen (8NH2) oder Methylgruppen (8CH3), von einem Substrat (Donor) auf ein anderes Substrat (Akzeptor) übertragen. Transferasen nehmen im Stoffwechsel eine sehr wichtige Rolle ein und sind u. a. maßgeblich am Auf- und Abbau von Proteinen, Fetten oder Kohlenhydraten beteiligt. Auf Empfehlung der Internationalen Enzym-Kommission (IEC) werden die Transferasen nach Art der übertragenen Molekülgruppe in verschiedene Unterklassen gegliedert: Große Bedeutung haben die so genannten Phosphotransferasen. Sie übertragen z. B. Phosphatgruppen des Adenosintriphosphats (ATP) auf andere Substrate. Dadurch werden u. a. Zwischenprodukte des Stoffwechsels aktiviert, d. h. in eine energiereiche, für weitere biochemische Reaktionen geeignetere Form überführt. Eine andere Unterklasse bilden die Acyltransferasen. Sie übertragen eine Acylgruppe (8CO8R) – etwa vom Coenzym A – auf ein anderes Substrat. Acyltransferasen sind damit beispielsweise an der Bildung des Neurotransmitters Acetylcholin beteiligt. Die Stickstoff übertragenden Aminotransferasen nehmen u. a. eine wichtige Rolle bei der so genannten Transaminierung ein. Weitere Unterklassen der Transferasen sind die Ein-Kohlenstoff-Gruppen übertragenden Transferasen (z. B. Methyltransferase), die Aldehyd- oder Ketogruppen übertragenden Transferasen, die Glykosyltransferasen, dann die Alkyltransferasen, die längere Alkylgruppen übertragen, die Schwefelgruppen übertragenden Transferasen und schließlich die Selengruppen übertragenden Transferasen. Siehe auch Oxidoreduktasen; Hydrolasen; Lyasen; Isomerasen; Ligasen
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |