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Windows Live® Suchergebnisse Diamantina (Stadt)Enzyklopädieartikel
Diamantina (Stadt), Stadt im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais, im Tal des Tijuco, etwa 200 Kilometer nördlich von Belo Horizonte gelegen. Die wirtschaftliche Bedeutung von Diamantina beruhte lange Zeit auf den Rohstoffvorkommen der Umgebung. Die von Edelsteinsuchern gegründete Siedlung entwickelte sich aufgrund ihrer reichen Diamantlagerstätten im 18. Jahrhundert zum Zentrum der Serra do Espinhaço, der Gebirgsregion von Minas Gerais. Die Diamantminen sind jedoch seit langem erschöpft. Heute werden noch Gold, Eisen und Mangan abgebaut. Wichtigste Produktionsbetriebe sind Diamantschleifereien, Baumwollwebereien und Gerbereien. Das Stadtbild Diamantinas prägen Kirchen aus der Kolonialzeit. Zu den bekanntesten gehören Nossa Senhora do Rosário dos Pretos (1728), die Karmeliterkirche Nossa Senhora do Ordem Terceira do Carmo (1760-1784) und die Franziskanerkirche São Francisco de Assis (1766). Der Bischofspalast Palácio Episcopal wurde ebenfalls im 18. Jahrhundert errichtet. Herausragende Sehenswürdigkeit ist jedoch das Diamantenmuseum. Die fast unveränderte Kolonialstadt wurde 1999 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 46 000.
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