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Peter Jackson

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Peter Jackson: Der Herr der RingePeter Jackson: Der Herr der Ringe

Peter Jackson (*1961), neuseeländischer Filmregisseur. Zunächst für seine blutrünstigen Horrorfilme von einer kleinen Fangemeinde verehrt, erzielte er mit seiner vielfach Oscar-prämierten Adaption von J. R. R. Tolkiens Fantasy-Trilogie The Lord of the Rings (1954/55; Der Herr der Ringe) einen der größten Publikumserfolge der Filmgeschichte.

Jackson wurde am 31. Oktober 1961 in Pukerua Bay bei Wellington (Neuseeland) geboren. Bereits als Schüler war er vom Medium Film fasziniert und nutzte die Super-8-Kamera seiner Eltern für seine Experimente. Im Alter von 17 Jahren beendete er den Schulbesuch vorzeitig, um sich ganz seiner Filmleidenschaft widmen zu können. Über mehrere Jahre hinweg entstand sein erster Spielfilm Bad Taste (1987), bei dem Jackson für Regie, Drehbuch, Kamera und Spezialeffekte verantwortlich zeichnete und zudem als Darsteller mitwirkte. Die Geschichte um Außerirdische, die auf die Erde kommen, um Menschen zu jagen, erlangte innerhalb der Splatter- und Sciencefictionszene schnell Kultstatus. Doch auch die internationale Filmgemeinde wurde auf den Autodidakten aufmerksam, als sein Werk beim Festival in Cannes große Beachtung fand. Auch Jacksons erster Animationsfilm Meet the Feebles (1989) unterstrich seinen Hang zu exzessiver Gewaltdarstellung und makabrem Humor.

Mit dem Horrorfilm Braindead (1992; Braindead) setzte er einen bemerkenswerten Schlussstrich unter diese Schaffensphase: Der mit Kettensägen und Rasenmähern ausgetragene Kampf gegen Zombies setzte ein weiteres Mal Maßstäbe für das Splatter-Genre. Der Thriller Heavenly Creatures (1994; Heavenly Creatures) markiert eine deutliche Erweiterung von Jacksons Spektrum. Die Geschichte um zwei Freundinnen, die einen Mord begehen, um nicht getrennt zu werden, wurde bei den Filmfestspielen von Venedig mit dem Silbernen Löwen ausgezeichnet. Mit Michael J. Fox in der Hauptrolle drehte Jackson seinen ersten in Hollywood produzierten Film, die Horrorkomödie The Frighteners (1996; The Frighteners).

Ende der neunziger Jahre bekam Jackson dann die Chance, seinen Jugendtraum zu verwirklichen: die Verfilmung von J. R. R. Tolkiens Fantasy-Trilogie Der Herr der Ringe, einem der meistgelesenen Bücher des 20. Jahrhunderts, dessen Fangemeinde weiterhin wächst. Es beschreibt eine detailliert ausgestaltete mythische Welt namens Mittelerde, in der ein Kampf zwischen Gut und Böse tobt um einen Ring, der unbegrenzte Macht verleiht. Nachdem das opulente Werk, das Mittelerde und seine Bewohner eindrucksvoll in Szene setzt, in Jacksons Heimat Neuseeland abgedreht war, kamen die einzelnen Teile von The Lord of the Rings (2001-2003; Der Herr der Ringe) im Abstand von je einem Jahr in die Kinos: The Fellowship of the Ring (2001; Die Gefährten), The Two Towers (2002; Die zwei Türme) und The Return of the King (2003; Die Rückkehr des Königs). Mit Elijah Wood, Viggo Mortensen, Ian McKellen, Christopher Lee und Orlando Bloom sowie Cate Blanchett und Liv Tyler in Nebenrollen war das Fantasy-Epos hervorragend besetzt, und es war das bis dahin größte Projekt der Filmgeschichte und mit Produktionskosten von rund 320 Millionen US-Dollar auch eines der teuersten. Nachdem der erste Teil mit vier und der zweite Teil mit zwei Oscars noch unter den Erwartungen geblieben waren, wurde der letzte Teil mit elf Oscars ausgezeichnet. Jackson nahm u. a. die Auszeichnungen für den besten Film, die beste Regie und die beste Drehbuchadaption entgegen.

Mit King Kong (2005; King Kong), einem Remake des berühmten Horrorklassikers aus den dreißiger Jahren, schuf Jackson wiederum ein überwältigendes Leinwandspektakel, das dank Computeranimation naturalistische Bilder zeigt, trotz gelungener Szenen jedoch nicht den naiven Charme des Originals erreicht. Der Regisseur richtete sein Hauptaugenmerk auf eine üppige Ausstattung, ohne eine schlüssige Interpretation des Stoffes zu bieten.

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