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Windows Live® Suchergebnisse Muskauer ParkEnzyklopädieartikel
Muskauer Park (polnisch Park Muzakowski), 2004 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärter grenzübergreifender Park beiderseits der mittleren Neiße, die hier die deutsch-polnische Grenze bildet. Das rund 556 Hektar große Areal des Muskauer Parks liegt zwischen den Orten Bad Muskau und Łęknice (Lugknitz) und umfasst den größten Teil eines Landschaftsparks, den Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785-1871) in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach eigenen Plänen anlegen ließ. Der Park gliedert sich in mehrere selbständige Teile, die im Wesentlichen in den Jahren 1815 bis 1844 entstanden sind: auf polnischer Seite den Unterpark, das Arboretum und die Braunsdorfer Felder, auf deutscher Seite den Bergpark, den Badepark und den Schlosspark mit mehreren im 2. Weltkrieg zerstörten, inzwischen aber zum Teil restaurierten Bauten der ehemals fürstlichen Residenz wie dem Neuen Schloss oder der Orangerie. Das auch Fürst-Pückler-Park genannte weiträumige Gartenreich gilt als einer der Meilensteine der mitteleuropäischen Landschaftsarchitektur. Es spiegelt Grundsätze der britischen Gartenkunst wider, die Fürst von Pückler-Muskau auf seinen ausgedehnten Reisen kennen lernte, und ist zugleich von den Ideen geprägt, die er 1834 in dem Band Andeutungen über Landschaftsgärtnerei darlegte. Dazu gehören etwa sanfte, grenzenlose Übergänge zwischen dem Park und der umgebenden Landschaft, die Anpassung des Gartens an die natürliche Landschaft (hier die pleistozänen Terrassen des Neißetals) oder die Bevorzugung einheimischer gegenüber exotischen Gehölzen. In diesem Sinn ist der Muskauer Park auch nach dem Verkauf (1845) durch die späteren Besitzer und ab 1852 von dem bedeutenden Gartenkünstler Eduard Petzold (1815-1891) gestaltet worden.
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