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Dominanz (Verhaltensforschung)

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Kämpfende ImpalasKämpfende Impalas

Dominanz (Verhaltensforschung), Fähigkeit von individuellen Tieren, sich gegen andere Tiere im Kampf um Ressourcen (etwa Nahrung) durchzusetzen.

Dominanz bezieht sich meist auf Artgenossen, manchmal auch auf Tiere anderer Arten. Dominanzverhalten kommt vor allem bei Säugetieren vor, die in kleinen bis mittelgroßen Gruppen zusammenleben und ein eigenes Revier verteidigen, z. B. bei Raubtieren wie Löwen und Wölfen, bei Huftieren wie Hirschen und bei einigen Affenarten, beispielsweise Gorillas, Pavianen und Makaken. Welches Tier einem anderen gegenüber dominant ist, wird normalerweise durch einen Kampf festgestellt, oft in Form eines ritualisierten Kommentkampfes. Wenn sich zwischen den Individuen einer Tiergruppe paarweise Dominanz-/Unterwerfungsverhältnisse etablieren, bildet sich schließlich eine Rangordnung aus. Das in der Rangordnung ganz oben stehende Tier bezeichnet man als Alphatier.

Je knapper eine Ressource für eine Tiergruppe ist, desto ausgeprägter ist die Dominanz überlegener Tiere. Diese haben dann bevorzugten Zugang zu der Ressource und können untergeordnete Tiere davon ausschließen; im Extremfall kann das für die untergeordneten Tiere den Tod bedeuten. Bei vielen Tierarten mit einem durch Dominanz geprägten Sozialsystem sind die Alphamännchen die einzigen, die sich mit den Weibchen ihrer Gruppe paaren und fortpflanzen (siehe Harem). Da größere Männchen in der Regel den kleineren ihre Dominanz im Kampf um Geschlechtspartner aufzwingen, wird Größe bei solchen Tierarten von der sexuellen Selektion begünstigt. Dominanz geht daher normalerweise mit einem mehr oder weniger stark ausgeprägten Sexualdimorphismus einher.

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