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Windows Live® Suchergebnisse SandaaleEnzyklopädieartikel
Sandaale, auch Tobiasfische, Familie kleiner, aalähnlicher Fische aus der Ordnung der Barschartigen Fische, die in kühleren Meeren und im Indischen Ozean beheimatet ist. Sandaale zeichnen sich durch einen länglichen, sehr dünnen Körper und einen spitzen Unterkiefer aus, der über den Oberkiefer hinausragt. Die Schwanzflosse ist gegabelt, die Rückenflosse und die etwa halb so lange Afterflosse sind wie der Körper lang gezogen und sehr dünn. Der Rücken der Sandaale ist graubraun bis grünlich gefärbt, der Rest des Körpers glänzt silbrig bis bläulich weiß. In Nord- und Ostsee kommen der bis zu 20 Zentimeter lange Kleine Sandaal und der maximal 30 Zentimeter lange Große Sandaal vor. Sandaale leben in der Gezeitenzone und im flachen Wasser in Küstennähe, wo sie meist in großen Schwärmen dicht an der Meeresoberfläche umherziehen. Bei schlechtem Wetter, bei Bedrohungen und nachts schwimmen sie zum Meeresboden und graben sich in den Sand ein; der Kleine Sandaal überwintert dort außerdem. Die Weibchen legen im Frühling mehrere tausend Eier in den Sand, aus denen nach ein paar Wochen die Larven schlüpfen. Sandaale ernähren sich vor allem von Zooplankton und anderen kleinen Meerestieren. Ihre natürlichen Feinde sind räuberische Dorsche wie Kabeljau und Pollack sowie Lachse, Heringe und Makrelen, aber auch Meeresvögel wie Papageitaucher und andere Alken sowie manche Wale. Sandaale sind eine der Hauptquellen von Fischmehl (siehe Tiermehl) und Fischöl; Fischereischiffe der Europäischen Union fangen jährlich mehrere hunderttausend Tonnen in Schleppnetzen. Naturschützer fordern ein Fangverbot bzw. niedrigere Fangquoten für diese Fische, auch weil ihre Überfischung in manchen Gegenden (z. B. auf Sandbänken und Inseln vor der Küste Schottlands) bereits zum Verhungern vieler Meeresvögel führte. Systematische Einordnung: Sandaale bilden die Familie Ammodytidae der Ordnung Perciformes. Der Kleine Sandaal heißt wissenschaftlich Ammodytes tobianus, der Große Sandaal Hyperoplus lanceolatus.
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